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Mai 2017 - Fischzuchtbetrieb Beer

Der Kalender "Der Bayerische Weg in der Praxis" zeigt landwirtschaftliche Betriebe mit verschiedenen Unternehmensschwerpunkten, Bewirtschaftungsformen, Produktionsausrichtungen und Einkommenskombinationen. Diese Betriebe hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner besichtigt, um sich vor Ort ein Bild zu machen, wie seine aktive Politik in ganz Bayern in der Praxis erfolgreich umgesetzt wird. Die Betriebe können auch Vorbild und Anreiz für andere Landwirte sein. Denn ohne Land- und Forstwirtschaft wird es auch in Zukunft keinen starken ländlichen Raum geben.

Ein Fischer wirft ein Netz in den Fischteich.

Seit Generationen wird in der nördlichen Oberpfalz, dem Land der 1 000 Teiche, Fischzucht betrieben. Doch was tun, wenn die geschützten Fischjäger wie Kormoran, Reiher, Seeadler und Fischotter sich rasant vermehren, die Fische und Zuchtfische wegfressen oder Biber die Teichdamme zerstören und damit die Existenz der Fischzüchter gefährden?

Der Fischzuchtbetrieb Beer kommt künftig nicht ohne teure Zaunschutzanlagen aus. In einer Aquakulturanlage im ehemaligen Stall werden zusätzlich Fische vermehrt bzw. als Besatzfische verkauft. Mit Urlaub auf dem Bauernhof, Bauernhofgastronomie, Direktvermarktung, Erlebnis Bauernhof und erlebnisorientierten Angeboten wie Teichführungen hat er sich zusätzliche Einnahmequellen erschlossen. Die Kombination von Genuss, Erlebnis und Tourismus machen den Familienbetrieb Beer zu einem Botschafter im Erzeuger-Verbraucher-Dialog. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten bieten die Interkommunale Allianz Stiftland (IKOM) sowie der geplante Teicherlebnis- und Waldlehrpfad im Projekt Naturerlebnis Waldnaabaue.

Es ist nicht die Regel, dass gleichzeitig so viele verschiedene Standbeine betrieben werden, aber sie ergänzen und verstärken sich gegenseitig und erhöhen so hervorragend die Wertschöpfung dieses Betriebes. Grundlage dafür sind Fleiß, unternehmerisches Geschick, Mut und der Wille, Neues zu wagen. Die in Bayern einzigartige Verzahnung der Qualifizierung mit den Fördermöglichkeiten der Landwirtschafts- und Forstverwaltung, den Bayerischen Staatsforsten und der Verwaltung für Ländliche Entwicklung schafft zusätzliche Synergien. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und sichert den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Denn würden diese Teiche nicht mehr bewirtschaftet, würden sich Biber, Otter und Co in Ruhe noch stärker vermehren und die Existenz der noch aktiven Betriebe zunehmend gefährden. Das wäre schlecht für die Vielfalt der Natur, die schöne Kulturlandschaft und für unsere Nahrungsmittelversorgung.

Der Bayerische Weg in der Praxis