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August 2017 - Sojabetrieb Endres

Der Kalender "Der Bayerische Weg in der Praxis" zeigt landwirtschaftliche Betriebe mit verschiedenen Unternehmensschwerpunkten, Bewirtschaftungsformen, Produktionsausrichtungen und Einkommenskombinationen. Diese Betriebe hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner besichtigt, um sich vor Ort ein Bild zu machen, wie seine aktive Politik in ganz Bayern in der Praxis erfolgreich umgesetzt wird. Die Betriebe können auch Vorbild und Anreiz für andere Landwirte sein. Denn ohne Land- und Forstwirtschaft wird es auch in Zukunft keinen starken ländlichen Raum geben.

Zwei Hände mit Sojabohnen

Rund 800 000 Tonnen Soja, teilweise gentechnisch verändert, werden vor allem aus Brasilien und den USA für die Eiweißversorgung unserer Nutztiere nach Bayern eingeführt. Gibt es Alternativen dazu? Um die Importabhängigkeit der Futtermittel zu reduzieren und um den Anbau von heimischem Eiweiß zu fordern, hat Staatsminister Helmut Brunner im Jahr 2011 die Bayerische Eiweißinitiative gestartet. Welche Erfolge gibt es bis heute?

Die heimische Soja-Anbaufläche hat sich mehr als verdoppelt: auf rund 7 000 Hektar. Der Import von Übersee-Soja ist um etwa 240 000 Tonnen zurückgegangen. Darüber hinaus ist der Leguminosen-Anbau um rund 70 Prozent auf 48 700 Hektar gestiegen. Der bayerische Soja-Pionier Endres baut seit 2011 Soja an und vermehrt bayerisches gentechnikfreies Soja-Saatgut. Der Familienbetrieb Endres ist Standort für die Landessortenversuche von Körnerleguminosen, also Ackerbohnen, Erbsen und Soja. Als Leuchtturmbetrieb im bundesweiten Soja-Netzwerk versucht er, die Sojasorten hinsichtlich Frühreife, Kältetoleranz und Ertrag an die bayerischen Verhältnisse anzupassen. Bodenschonende Arbeitsweisen, der Einsatz eines satellitengestützten, automatischen Lenksystems (RTK-Technologie) auf den Traktoren, überbetrieblicher Maschineneinsatz und eine sechsgliedrige Fruchtfolge unterstützen diese Bemühungen.

Die Sojabohne ist und bleibt ein wichtiger Pfeiler der Bayerischen Eiweißinitiative. Für einen erfolgreichen Soja-Anbau in Bayern ist gentechnikfreies Soja-Saatgut standortangepasster Sorten die Grundlage – und die schafft der Betrieb Endres. Neben der wissenschaftlichen Begleitung und Beratung sind die Bildung und der Erfahrungsaustausch von Landwirt zu Landwirt entscheidend für den Wissenstransfer und die schnelle Umsetzung in die Praxis. So können die Förderprogramme als auch die Bildungs- und Beratungsangebote der Bayerischen Landwirtschaftsverwaltung richtig wirken. Dass der Leguminosen-Anbau auch als Greening-Maßnahme für die EU-Direktzahlungen anerkannt wurde, unterstutzt die Bayerische Eiweißinitiative und vermindert die Abhängigkeit Bayerns von Übersee-Soja. Damit erhalten die Konsumenten erst wirklich die Wahlmöglichkeit, Lebensmittel zu kaufen, die mit gentechnikfreien Futtermitteln erzeugt wurden.

Der Bayerische Weg in der Praxis