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Fortbildung
Agrarservicemeister / Agrarservicemeisterin

Agrarservice-Fachkräfte inspizieren einen Traktor
Agrarservicemeister übernehmen Fach- und Führungsaufgaben in Lohnunternehmen und bieten für alle Betriebe umfangreiche Dienstleistungen an. Für alle Fragen rund um die Meisterprüfung ist bayernweit das Fortbildungszentrum Triesdorf in Mittelfranken zuständig.

Fortbildungsziel

Durch die Meisterprüfung weist der Prüfungsteilnehmer nach:

  • ein umfassendes Fachwissen
  • die Fähigkeit zum Entscheiden und Handeln
  • die Befähigung zur Mitarbeiterführung und Berufsausbildung

Rechtliche Zulassungsvoraussetzungen zur Meisterprüfung

  • Berufsabschluss als Fachkraft Agrarservice mit 2-jähriger Berufspraxis in Unternehmen des Agrarservice oder des Pflanzenbaus mit Serviceangeboten oder in vergleichbaren Unternehmen.
  • Berufsabschluss in einem angerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf mit mind. 3-jähriger Berufspraxis in Unternehmen des Agrarservice oder des Pflanzenbaus mit Serviceangeboten oder in vergleichbaren Unternehmen.
  • Eine mind. 5-jährige Berufspraxis in Unternehmen des Agrarservice oder des Pflanzenbaus mit Serviceangeboten oder in vergleichbaren Unternehmen.

Weg zur Meisterqualifizierung

  • Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft
  • Betriebliche Ausbildung auf fremden Betrieben
  • Berufsabschlussprüfung
  • Berufliche Praxis mit betrieblichen Aufzeichnungen
  • Ca. 20 Wochenblöcke Fortbildung über eine Dauer von ca. 1,5 Jahren mit intensiver Vorbereitung und Ablegen der Meisterprüfungsteile

Prüfungsinhalte der Meisterprüfung

Teil I: Pflanzenproduktion, Verfahrens- und Agrartechnik, Dienstleistungen

Inhalte u.a. Pflanzenproduktion, Düngung, Pflanzenschutz, Umweltschutz, Futtergewinnung, Verfahrenstechniken, Logistik, Einsatzplanung, Werkstatt- und Datenmanagement, Preisgestaltung, Kundenorientierung, Marketing, Büroorganisation

  • Praktische Meisterarbeit in einem Unternehmen des Agrarservice (Arbeitsprojekt)
    In einem Zeitraum von bis zu 12 Monaten wird für das Unternehmen eine komplexe Aufgabe aus dem Bereich Pflanzenbau, Agrarservice oder Vermarktung und Marketing bearbeitet, verglichen und erprobt.
  • Schriftliche Klausur

Teil II: Betriebs- und Unternehmensführung

Inhalte u.a. Rechnungswesen, Finanz- und Liquiditätsplanung, Kostenrechnung, Controlling, Steuern, Versicherungen, Rechtsfragen, Verkehr, Arbeitsschutz, Betriebsentwicklungsplanung, Zeit- und Risikomanagement

  • Betriebsbeurteilung in einem fremden Unternehmen
  • Schriftliche Klausur

Teil III: Berufsausbildung und Mitarbeiterführung

Inhalte u.a. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen, Ausbildung planen und durchführen, Auszubildende und Mitarbeiter einstellen, anleiten, Aufgaben übertragen, motivieren und fördern, inkl. Ausbildereignungsprüfung

  • Praktische Ausbildungssituation mit Fachgespräch
  • Schriftliche Klausur
  • Fallstudie zur Mitarbeiterführung mit Fachgespräch

Zulassung zur Meisterprüfung

Die Zulassung zur Meisterprüfung erfolgt nach Antrag beim Fortbildungszentrum Triesdorf, Abteilung Landwirtschaft.
Die Fortbildung (ca. 20 Kurswochen) wird vom Fachzentrum für Energie und Landtechnik in Triesdorf durchgeführt. Die Kursgebühr beträgt 7.000 € (ohne Unterkunft und Verpflegung).
Der Meisterprüfungsausschuss aus Praktikern und Lehrern bewertet die Leistungen und stellt das Gesamtergebnis fest. Hierfür ist eine Prüfungsgebühr von 350 € zu entrichten.

Fördermöglichkeiten

Für Anwärter, die ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, kann die Maßnahme mit max. 2.400 € (nach Abzug der Selbstbeteiligung) durch das Land Bayern gefördert werden.
Für alle Teilnehmer des Lehrgangs ist eine Förderung nach dem Aufstiegs-BAföG möglich.
Beide Fördermöglichkeiten sind gekoppelt mit dem Besuch der Vorbereitungskurse.

Ansprechpartner für die Meisterfortbildung

Verordnungen