Gesprächsrunde junger Menschen

Kompetenzzentrum Hauswirtschaft
Richtig Lüften im Herbst und Winter

Ein geöffnetes Fenster ermöglicht einen Blick in den Park
Lüften ist wichtig. Es sorgt im Raum für einen Luftaustausch zwischen verbrauchter Luft und frischem Sauerstoff von außen. Auch Schadstoffe, die bei der Ausdünstung von neuen Möbeln oder Teppichen entstehen, werden über das Lüften entfernt.

Fehlerhaftes Lüften und Heizen führt in Wohnräumen, Kellern und Badezimmern schnell zu Schimmel. Das gilt für Privathaushalte genauso wie für große hauswirtschaftliche Betriebe.
Richtiges Lüften hat Energiespar-Potenzial
Dauerlüften mit gekippten Fenstern verursacht hohen Energieverbrauch. Ist das Fenster vier Stunden gekippt, gelangt etwa 880 m³ Frischluft in den Raum. Beim Stoßlüften strömt dagegen nur ca. 270 m³ Frischluft am Tag durch das mehrmals für 3-4 Minuten geöffnete Fenster. Die kalte Luft muss auf Raumtemperatur erwärmt werden.
Ein Beispiel: Die Außentemperatur beträgt 5° Celsius und die gewünschte Raumtemperatur 20° Celsius. Um den Temperaturausgleich zu erzielen, benötigt es beim Stoßlüften Energie in Höhe von 1,4 Kilowatt/Stunde und beim Dauerlüften von 4,6 Kilowatt/Stunde. Stoßlüften spart in diesem Beispiel rund 30 Prozent Energie.

Heizen und Lüften in der kalten Jahreszeit

Darauf können Sie in Ihrem Betrieb achten:

  • Wählen Sie eine Raumtemperatur zwischen 18 und 21 Grad - je nach Nutzung der Räume.
  • Lüften Sie 2-3 mal täglich stoßweise und machen Sie dabei die Fenster ganz auf.
  • Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer muss gelüftet werden. Im Herbst und Winter reichen daher 4-6 Minuten Lüftungszeit.
  • Querlüften beschleunigt den Luftaustausch.
  • Drehen Sie den Heizkörper während des Lüftens ab.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Umweltbundesamts.

Richtig Lüften, Schimmelbildung vermeiden (Umweltbundesamt) Externer Link