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Ämter für Ländliche Entwicklung
FAQ zu Projektleiterin und Projektleiter für Land- und Dorfentwicklung; duales Studium

Wie werde ich Projektleiterin / Projektleiter für Land- und Dorfentwicklung?
Mit einem erfolgreichen Diplom- oder Bachelorabschluss der Fachrichtung „Vermessung und Geoinformatik“ oder „Angewandte Geodäsie und Geoinformatik“ oder eines vergleichbaren Studiengangs bewerben Sie sich auf die Stellenausschreibung des Staatsministeriums oder informieren sich bei einem der sieben Ämter für Ländliche Entwicklung in Bayern. Dort bereiten Sie sich in der sogenannten Anwärterzeit ein Jahr auf das Beamtenverhältnis vor und schließen diese Vorbereitungszeit mit der Staatsprüfung ab.
Ohne Diplom- oder Bachelorabschluss kommen Sie am einfachsten mit Ihrem Abitur oder Fachabitur über das Duale Studium zu Ihrem Wunschberuf.
An welchen Hochschulen in Bayern kann ich Vermessung und Geoinformatik studieren?
- Hochschule München, Studiengang „Angewandte Geodäsie und Geoinformatik“
- Hochschule Würzburg-Schweinfurt Studiengang, „Vermessung und Geoinformatik“
- Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, Studiengang „Geoinformatik und Landmanagement“, ab dem Wintersemester 2018/19
Was mache ich nach dem Studium?
Nach einem erfolgreichen Diplom- oder Bachelorabschluss der Fachrichtung „Vermessung und Geoinformatik“ oder „Angewandte Geodäsie und Geoinformatik“ oder eines vergleichbaren Studiengangs vertiefen Sie in einer einjährigen Vorbereitungszeit für das Beamtenverhältnis Ihre bereits erworbenen Kenntnisse und ergänzen diese um rechtliche und verwaltungsorganisatorische Aspekte. Diese sogenannte Anwärterzeit schließt mit einer schriftlichen und mündlichen Staatsprüfung ab.
Was mache ich nach bestandener Staatsprüfung?
Nach erfolgreich bestandener Staatsprüfung warten interessante, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben auf Sie: Zu Beginn Ihrer beruflichen Tätigkeit bearbeiten Sie als stellvertretende Projektleiterin / stellvertretender Projektleiter vorrangig Aufgaben der Grundstückszusammenlegung. Als Projektleiterin / Projektleiter gestalten Sie, gemeinsam mit einigen gewählten Vertretern der Grundstückseigentümer, den Grundbesitz in Ihrem Projektgebiet neu. Dabei planen Sie auch die Erschließung mit landwirtschaftlichen Wegen, die Anlage von Wander- und Radwegen, ökologische Maßnahmen wie Baum- und Heckenpflanzungen sowie den naturnahen Umbau kleinerer Wasserläufe in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt. In Ihr Aufgabenspektrum gehören beispielsweise auch die Schaffung von Gemeinschaftshäusern für Vereine und Bürger, die Lösung denkmalpflegerischer Aufgaben und die Dorfplatzgestaltung in enger Zusammenarbeit mit Gemeinde, Bürgern und Architekten. Dabei sind Sie sowohl im Büro als auch häufig bei Ortsterminen im Dorf und auf dem Feld aktiv.
Was muss ich außer meinen Fachkenntnissen mitbringen?
Sie brauchen eine deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft und sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache (Nachweis Level C1). Da Sie sehr viel mit anderen Menschen zusammenarbeiten, sollten Sie kommunikationsfreudig und teamfähig sein. Ihre körperliche Fitness erleichtert Ihnen Ihre Arbeiten bei Ortsterminen im Dorf und auf dem Feld. Neugierde und Organisationstalent erleichtern Ihnen die Bearbeitung der wechselnden Aufgaben.
Wieviel verdiene ich während der Anwärterzeit?
Das Anwärtergehalt beträgt aktuell ca. 1.180 Euro monatlich brutto. Als Anwärterin / Anwärter sind Sie von der Sozialversicherungspflicht (Arbeitslosen-, Renten-, gesetzl. Krankenversicherung) befreit. Solange Sie Beamtin / Beamter auf Widerruf sind, können Sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Als Beamter auf Widerruf haben Sie einen Beihilfeanspruch von 50 %. Am besten kümmern Sie sich vor Beginn der Anwärterzeit um eine Krankenversicherung.
Welches Gehalt bekomme ich nach der Staatsprüfung und welchen Titel habe ich?
Nach bestandener Staatsprüfung werden Sie zur Technischen Oberinspektorin / zum Technischen Oberinspektor ernannt und erhalten ein Einstiegsgehalt von ca. 2.900 Euro im Monat. Dazu kommt ggf. noch ein Familienzuschlag.

Ausführliche Informationen zur Besoldung und den Zuschlägen Externer Link

Wie sehen meine Gehaltsperspektiven aus?
Bei guter Leistung können Sie bis zur Besoldungsgruppe A 13 (Baurätin / Baurat) mit Amtszulage befördert werden. Ihr monatliches Gehalt würde dann aus heutiger Sicht ca. 5.350 Euro betragen. Dazu kommt ggf. noch ein Familienzuschlag.
Was bietet mir der Staat sonst noch?
Der Freistaat Bayern bietet Ihnen langfristig einen sicheren Arbeitsplatz. Sie erhalten ihr Gehalt zuverlässig zum Ersten des Monats. Sie bezahlen im Beamtenverhältnis keine Sozialabgaben, können sich privat krankenversichern und erhalten eine Beihilfe. Sie haben 30 Arbeitstage Urlaub und profitieren vom Gleitzeitmodell. Wenn Sie eine Familie gründen oder Ihre Eltern pflegen wollen, gibt es zudem ganz flexible Teilzeitmodelle. Gute Fortbildungsmöglichkeiten und betriebliches Gesundheitsmanagement gehören selbstverständlich dazu.
Wann finden die nächsten Einstellungen statt?
Die nächsten Einstellungen sind zum 01.05.2018 vorgesehen. Die Stellenausschreibung dazu erfolgt im Spätherbst 2017. Sollten Sie ihr Studium früher abgeschlossen haben, bieten wir Ihnen an einem Amt für Ländliche Entwicklung eine befristete Beschäftigungsmöglichkeit, um erste Berufserfahrungen sammeln zu können.
Wie bewerbe ich mich für eine Einstellung als Vermessungsingenieur/in?
Ihre Bewerbung bitten wir uns per mail zu übermitteln. Die Bewerbungsfrist sowie die einzureichenden Unterlagen werden in der Stellenausschreibung im Spätherbst 2017 bekanntgegeben.

Bewerbung-E7@stmelf.bayern.de

Wie komme ich zum Dualen Studium oder Bildungsvertrag?
Für einen Bildungsvertrag für ein Bachelor-Studium mit vertiefter Praxis bewerben Sie sich bei einem der sieben Ämter für Ländliche Entwicklung. Der Einstellungstermin ist regelmäßig der 1. Oktober eines Jahres. Nach erfolgreich absolviertem Auswahlgespräch schließen Sie den Bildungsvertrag mit dem Amt für Ländliche Entwicklung ab. Für das Studium schreiben Sie sich direkt bei der Hochschule Ihrer Wahl ein und teilen der Hochschule mit, dass Sie einen Bildungsvertrag abgeschlossen haben.
Kann ich noch während des Studiums in ein Duales Studium wechseln?
Bis zum Beginn des dritten Semesters ist noch ein nachträglicher Abschluss eines Bildungsvertrages und der Wechsel in ein Duales Studium möglich. Sprechen Sie aber bitte vor Abschluss des Bildungsvertrages mit Ihrer Hochschule, damit diese prüfen kann welche Veranstaltungen Sie eventuell noch nachholen müssen und wie viele Credits noch fehlen.
Wie läuft das Duale Studium ab?
Während den Vorlesungs- und Prüfungszeiten des siebensemestrigen Studiums sind Sie an der Hochschule und können sich ganz auf Ihr Studium und Ihren Bachelor-Abschluss konzentrieren. Ihre Bachelorarbeit befasst sich mit einem praxisnahen Thema aus der Land- und Dorfentwicklung. Während des Praxissemesters und den vorlesungsfreien Zeiten bekommen Sie an dem von Ihnen gewählten Amt für Ländliche Entwicklung konkrete Einblicke in die laufenden Projekte an der Seite erfahrener Projektleiter. So lernen Sie direkt in der Praxis Ihre spätere Tätigkeit kennen.
Was bringt mir ein Bildungsvertrag?
Ein Bildungsvertrag sichert Ihnen die finanzielle Unterstützung während des Studiums. Sie wählen damit auch Ihre zukünftige Arbeitsstelle bereits vor Beginn Ihres Studiums aus und wissen gleichzeitig, wo Sie Ihr Praxissemester absolvieren und Ihre Abschlussarbeit schreiben werden. Damit können Sie sich voll und ganz auf Ihr Studium konzentrieren.
Wie hoch ist die Vergütung während der Studienzeit?
Während der gesamten Studienzeit erhalten Sie als Duale Studentin / Dualer Student eine monatliche Vergütung von 550 Euro. Im Gegenzug verpflichten Sie sich nach dem Studienabschluss für vier Jahre bei dem von Ihnen gewählten Amt für Ländliche Entwicklung zu arbeiten. In diese vier Jahre ist der einjährige Vorbereitungsdienst für das Beamtenverhältnis, die sog. Anwärterzeit, integriert.
Wer ist die Verwaltung für Ländliche Entwicklung?
Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung mit ihren sieben Ämtern für Ländliche Entwicklung ist der kompetente und zuverlässige Ansprechpartner der Gemeinden, Landwirte und Bürger in Fragen der Bodenordnung sowie der Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum. Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung gehört zum Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Wo finde ich die Verwaltung für Ländliche Entwicklung?
Die sieben Ämter für Ländliche Entwicklung sind in Bayern verteilt, in jedem Regierungsbezirk befindet sich ein Amt. Die Standorte sind: München (ab 2025 in Mühldorf a. Inn), Landau a.d. Isar, Tirschenreuth, Bamberg, Ansbach, Würzburg und Krumbach (Schwaben). Die oberste Dienststelle der Verwaltung für Ländliche Entwicklung finden Sie im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München.
Was macht die Verwaltung für Ländliche Entwicklung?
Aktuell betreuen die Projektleiterinnen und Projektleiter für Land- und Dorfentwicklung mehr als 2100 Projekte in über 1000 Gemeinden im ländlichen Raum Bayerns. Die Projekte haben sehr unterschiedliche Ziele, Flächengrößen und Zahl der Beteiligten. Sie dienen jedoch alle der Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum. Damit leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sieben Ämtern für Ländliche Entwicklung einen maßgeblichen Beitrag zur Erhaltung eines vitalen und attraktiven ländlichen Raums sowie einer lebens- und liebenswerten Heimat.