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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz
Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) baut ländliches Kernwegenetz weiter aus

(15. Oktober 2019) Hahnbach - Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz leitet drei weitere Verfahren zur Umsetzung des AOVE Kernwegenetzkonzepts für die Kommunen Edelsfeld, Freihung und Vilseck ein

Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz hat drei weitere Verfahren zur Umsetzung des AOVE Kernwegenetzkonzepts eingeleitet und stellt dafür rund 3,3 Mio. Euro Fördermittel in Aussicht. Damit sollen auch in der Stadt Vilseck, der Marktgemeinde Freihung und der Gemeinde Edelsfeld vorhandene landwirtschaftliche Wege und Straßen als interkommunales Kernwegenetz ausgebaut werden.

Die rasante Entwicklung in der Landtechnik mit größeren, schwereren Transport- und Erntemaschinen sowie höheren Fahrgeschwindigkeiten überfordern vielfach das ländliche Wegenetz. Zudem drängen immer mehr Radfahrer und Spaziergänger, aber auch Autofahrer auf die früher rein landwirtschaftlich genutzten Wege. Ein großer Teil der ländlichen Wege und Straßen weist erhebliche Schäden auf.

Die bayernweite Initiative der Verwaltung für Ländliche Entwicklung zur Ertüchtigung des ländlichen Kernwegenetzes hat den Ausbau eines zukunftsfähigen Netzes land-wirtschaftlicher Hauptwirtschaftswege zum Ziel. Die Kommunen werden dabei von den Ämtern für Ländliche Entwicklung umfassend, d.h. von der Planung über die Bodenordnung und die Finanzierung bis zur baulichen Um-setzung unterstützt.

Das Konzept zum ländlichen Kernwegenetz im Gebiet der Integrierten Ländlichen Entwicklung „Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach“ hat die BBV Landsiedlung in enger Zusammenarbeit mit allen Kommunen der AOVE, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der landwirtschaftlichen Berufsvertretung, der Unteren Naturschutzbehörde und den Tourismusverbänden erarbeitet. Der Ausbau der Wegeverbindungen findet auf bestehenden Trassen statt, um den Flächenverbrauch und mögliche Eingriffe in den Naturhaus-halt gering zu halten. Zudem wird bei den Maßnahmen auf eine geregelte Wasserführung geachtet, bei der das Oberflächenwasser in der Fläche zurückgehalten wird. Der notwendige Grunderwerb liegt in der Verantwortung der Kommunen und soll auf freiwilliger Basis erfolgen.

Das Konzept „Ländliches Kernwegenetz AOVE“ wurde 2015 für alle neun Mitgliedskommunen des interkommunalen Zusammenschlusses AOVE erstellt. Die Umsetzung erfolgt über mehrere Verfahren der Ländlichen Entwicklung, die zeitlich gestaffelt eingeleitet werden. Bereits Ende 2015 wurde das erste Verfahren zur Ertüchtigung des Kernwegenetzes für die Kommunen Gebenbach, Hahnbach, Hirschau und Poppenricht angeordnet. Hier wurden bereits 50% (ca. 4,5 km) der geplanten Kernwege fertiggestellt. In den jetzt angeordneten Verfahren sollen ca. 9 km Wege zum Ausbau kommen. Es ist beabsichtigt, 2022 zwei weitere Flurneuordnungsverfahren für den Ausbau des Kernwegenetzes in den AOVE Kommunen Freudenberg und Schnaittenbach anzuordnen.