Kopfbild: Hühner in Freilandhaltung

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Tierische Erzeugung
Geflügel

Die Haltung von Legehennen und die Mast von Geflügel stellt für viele bayerische Betriebe eine Einkommensquelle dar. Auch in Bayern ist dabei ein Trend zu größeren Einheiten zu beobachten.

Einen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Nutztierrassen leisten die privaten Züchter von Rassegeflügel.

Aktuell

Hähnchenmast mit Tierschutzlabel

Beim Besuch eines Hühnermastbetriebs im niederbayerischen Adlkofen hat Landwirtschaftsminister Brunner das "Privathof"-Konzept der Marke Wiesenhof für mehr Tierwohl begrüßt. "Die Initiative zeigt uns, dass – wenn alle an einem Strang ziehen und die Verbraucher das entsprechend honorieren – verbessertes Tierwohl auch ohne staatliche Verordnungen realisiert werden kann", sagte der Minister.

Die mit dem Label des Deutschen Tierschutzbundes ausgezeichnete Haltungsform gibt den Masthähnchen durch langsam wachsende Linien mehr Zeit zur Entwicklung. Gleichzeitig erhalten die Tiere mehr Stallraum, Beschäftigungsmaterial, Picksteine und Sitzstangen sowie die Möglichkeit, sich in einem "Wintergarten" an der frischen Luft aufzuhalten.

Bayern unterstützt solche Tierwohl-Initiativen unter anderem mit dem "Runden Tisch Tierwohl“, der alle Akteure zusammenbringt, um gemeinsam Wege zu mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung aufzuzeigen.

Runder Tisch für tiergerechte Nutztierhaltung

Schwerpunkte

Haltung von Legehennen

Über die Hälfte der bayerischen Hennen steht in der Bodenhaltung, knapp 14 % werden im Freiland gehalten. Der Anteil der Kleingruppenhaltung ist weiter rückläufig. Etwa 500.000 Hennen werden in Öko-Betrieben gehalten, das sind 7 % der Legehennen in Bayern.
Legehennenhaltung nach Haltungsformen in Bayern

LfL-Grafik "Legehennenhaltung nach Haltungsformen in Bayern" (Stand 2016). Es zeigt die Plätze von 2004 bis 2015.

Entwicklung der Haltungsformen seit 2004: die Käfighaltung ist weiter rückläufig (helle Balken unten; seit 2010 Kleingruppe im ausgestalteten Käfig), die Bodenhaltung ist die dominierende Haltungsform, der Anteil an Freiland- und Ökohaltung (dunkelgrüne Balken im oberen Bereich) wächst auf niedrigem Niveau stetig.
Empfehlungen zur Legehennenfütterung
Der Verzicht auf das Kupieren der Schnäbel bei Legehennen erfordert unter anderem eine Anpassung von Futterrationen, um Federpicken und Kannibalismus zu vermeiden. Kombiniert mit den Vorgaben, mehr heimisches Eiweiß in der Tierernährung einzusetzen, wurden die Empfehlungen für die Legehennenfütterung grundlegend überarbeitet. Mit dem Rationsrechner können diese für die eigenen Futterrationen praxisgerecht umgesetzt werden.

LfL-Information zur Legehennenfütterung Externer Link

Haltung von Mastgeflügel

In Bayern werden ca. 5,5 Millionen Masthühner und ca. 800.000 Puten gemästet. Geflügel wird fast ausschließlich in geschlossenen Ställen in Bodenhaltung gemästet. Bei Hühnern muss eine Besatzdichte von 35 kg pro Quadratmeter eingehalten werden. Bei Puten ist ein Besatz mit 52 bis 58 kg pro Quadratmeter üblich.

Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung (Abschnitt 4) Externer Link

In der ökologischen Tierhaltung haben die Tiere bei deutlich mehr Stallraum auch Zugang zum Freiland.

Eier und Geflügelfleisch

Geflügelfleisch liegt nach Schweinefleisch in der Verbrauchergunst an zweiter Stelle. Eier werden als vollwertiges und preiswertes Lebensmittel geschätzt. Etwa die Hälfte der Eier werden direkt von den Verbraucherinnen und Verbrauchern gekauft, die andere Hälfte wird in Lebensmitteln (z. B. Nudeln) und in der Gastronomie verarbeitet.

Ausführliche Informationen zu Eiern und Geflügel (LfL) Externer Link

Ansprechpartner

Fachzentrum Kleintierhaltung

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