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Chiemgauer Museen-Landschaft wird attraktiver
Check-up für 24 Museen beim Museumsnetzwerk Chiemgau

Die Museen des Chiemgaus sind ein prägender Teil der Region und vermitteln viel von dem was die regionale Identität ausmacht: die Historie der Orte und der Region, die naturgeschichtliche Entwicklung dieser wunderschönen Kulturlandschaft und die Geschichte der Menschen selbst. Nach dem Vorbild des Museumsnetzwerks Rosenheim haben sich 18 Museen aus dem Landkreis Traunstein und sechs Museen aus dem östlichen Landkreis Rosenheim zum Museumsnetzwerk Chiemgau zusammengeschlossen.

Beteiligt ist ein bunter Mix aus allen Kultur- und Lebensbereichen wie zum Beispiel das Bauernhausmuseum in Amerang, das Museum Salz und Moor in Grassau oder das Stadt- und Spielzeugmuseum in Traunstein. Manche der beteiligten Museen konnten selbst bereits von einer LEADER-Förderung profitieren, beispielsweise das Bajuwarenmuseum in Waging am See, das Museum Rupertiwinkel auf der Burg Tittmoning oder das Holzknechtmuseum in Ruhpolding.

24 Chiemgauer Museen stehen am Start

In einem ersten Schritt wird ein Museumsexperte alle teilnehmenden Einrichtungen besuchen und eine Bestandsanalyse vornehmen. Auf dieser Basis werden im nächsten Schritt am Bedarf ausgerichtete Qualifizierungsangebote für die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter angeboten. Dabei vermitteln Museumsfachleute zusätzliche Kenntnisse in den Bereichen Restaurierung, Konservierung, Museumspädagogik und Ausstellungsdidaktik. Auch Themen wie Inklusion, der richtige Umgang mit den Besuchern sowie zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit stehen auf dem Fortbildungsprogramm.

Typisch LEADER: Hohe Bürgerbeteiligung und Vernetzung

Da die meisten Museen durch das ehrenamtliche Engagement von Bürgern in und außerhalb von Vereinen getragen werden, zeichnet sich das Projekt durch eine überaus hohe Bürgerbeteiligung aus. Wo in Projekten wie diesem viele Partner mit anpacken, das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Region für Einheimische und Touristen attraktiver wird, ist oft das EU-Programm Leader als Unterstützer beteiligt. Und so kann auch das Museumsnetzwerk Chiemgau von einer LEADER-Förderung von rund 23.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums profitieren.

Ein Netzwerk zwischen den teilnehmenden Museen und Einrichtungen ist eines der Hauptziele des Projekts. In enger Zusammenarbeit zwischen den 24 teilnehmenden Institutionen sollen gemeinsame Projekte in Angriff genommen werden. Den Besucherinnen und Besuchern steht dadurch zukünftig dank LEADER ein wesentlich breiteres und aufeinander abgestimmtes Informationsangebot zur Verfügung.