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LEADER-Konferenz 2018 in Wildpoldsried

Halbzeit bei der aktuellen Förderperiode für das EU-Programm LEADER: Grund genug, im Rahmen einer Konferenz Zwischenbilanz zu ziehen und einen Blick in Richtung der kommenden Jahre zu werfen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten hatte zusammen mit den Lokalen Aktionsgruppen (LAG) im Allgäu sowie dem westlichen Oberland zu einer Tagung in Wildpoldsried (Oberallgäu) eingeladen, an der 175 Teilnehmer aus ganz Bayern und darüber hinaus teilnahmen.

Bürger gestalten ihre Heimat

Unter diesem Motto steht das Förderprogramm LEADER in Bayern. Aber wird das auch erreicht? Was bringt LEADER dem ländlichen Raum? Welche Effekte sind festzustellen? Und was sind die Zukunftsthemen der Regionalentwicklung?

Diesen Fragen widmeten sich die Vertreter der sieben vom AELF Kempten betreuten Lokalen Aktionsgruppen bei einer Podiumsdiskussion mit dem Thema "Regionalentwicklung aus Sicht der Lokalen Arbeitsgruppen". Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass der demographische Wandel und seine Auswirkungen für die Regionen eines der beherrschenden Zukunftsthemen sei. LEADER-Koordinator und Moderator Ethelbert Babl betonte, dass ohne LEADER und die Lokalen Aktionsgruppen viele Projekte nicht realisierbar wären.

Budgetaufstockung für LEADER

Wie eine Gemeinde von LEADER profitieren kann, zeigte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch auf. Eindrücklich schilderte er seine Erfahrungen mit dem Förderprogramm und den Projekten, die seit 2008 in der Gemeinde umgesetzt werden konnten. Hohenpeißenberg sei durch Projekte wie den Badesee am Hetten und den Sozialen Treff HOP noch liebens- und lebenswerter geworden und habe deutlich an Attraktivität gewonnen. In der Folge hat der Ort nun auch wieder einen Metzger, einen Blumenladen und eine Eisdiele.

Ministerialdirigent Maximilian Geierhos verkündete in Vertretung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, dass der Bayerische Landtag eine Budgetaufstockung für LEADER beschlossen habe. Jede der 68 Lokalen Aktionsgruppen in Bayern kann dadurch mit zusätzlichen Fördermitteln rechnen.

Wie gut die Mittel eingesetzt werden, davon konnten sich die Teilnehmer der Konferenz am Nachmittag bei Exkursionen in die gastgebenden Regionen überzeugen. Die Bandbreite reichte dabei von Einblicken in neue Wege bei der Molkeverwertung in der Sennerei Gunzesried, über die Besichtigung des Honigdorfes Seeg, bis hin zum neuen Illersteg bei Legau.

Sie bringen die Regionalentwicklung im Allgäu und bayernweit voran:

Das Bild zeigt (vorne v. l.) LEADER-Koordinator Ethelbert Babl, AELF Kempten, Susanne Lengger, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel und LAG AL-P, Maria Rita Zinnecker, Landrätin und LAG-Vorsitzende Ostallgäu, Sonja-Keck-Herreiner, Leiterin der LEADER-Bewilligungsstelle am AELF Kempten; (hintere Reihe v. l.:) Anton Speer, Landrat und LAG-Vorsitzender Garmisch-Partenkirchen, Markus Eugler, Bürgermeister der Gemeinde Grünenbach und Vorstand der LAG Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee, Ministerialrat Dieter Ofenhitzer und Ministerialdirigent Maximilian Geierhos vom Landwirtschaftsministerium, Dr. Alois Kling, Behördenleiter des AELF Kempten, MdL Eric Beißwenger, Werner Grünbauer, Bürgermeister der Gemeinde Pähl und LAG-Vorsitzender Ammersee, Anton Klotz, Landrat Oberallgäu sowie Christof Endreß, Bürgermeister der Gemeinde Blaichach und LAG-Vorsitzender der Regionalentwicklung Oberallgäu.

Bild in Originalgröße (Foto: M. Häußinger) photo 2,2 MB