Panoramablick vom Jochberg (StMELF)

Zukunft des Klosters Heidenheim nachhaltig gesichert
LEADER bringt neues Leben in alte Mauern

Das Kloster Heidenheim am Hahnenkamm auf der Fränkischen Alb führte viele Jahrzehnte eher ein Schattendasein und war nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die romanische Abtei wurde im 8. Jahrhundert gegründet und nach der großen Reformwelle im 12. Jahrhundert als evangelische Pfarrkirche genutzt. Die Klostergebäude dienten zeitweise als Amtsstuben.

Nun wurde dem Kloster mit Hilfe von LEADER und zahlreichen anderen Geldgebern wieder neues Leben eingehaucht. Nach mehr als zwei Jahren Umbauarbeiten und Sanierung wurde es Anfang März 2019 offiziell als ökumenische Begegnungs-, Bildungs- und Dokumentationsstätte wiedereröffnet.

St. Wunibalds, St. Willibalds und St. Walburgas Erbe

Das Kloster war im Jahre 752 von den angelsächsischen Missionaren Wunibald, Willibald und Walburga als Missionsposten gegründet worden und gilt neben dem zehn Jahre zuvor durch das Wirken der drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan entstandenen Bistum Würzburg als Ausgangspunkt der Christianisierung Frankens und des süddeutschen Raums.

Um diesen Kulturschatz für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen und dauerhaft zu erhalten, haben im Jahr 2006 der evangelisch-lutherische Dekanatsbezirk Heidenheim und die Marktgemeinde Heidenheim einen Zweckverband gegründet mit dem Ziel, im Kloster eine moderne Begegnungs-, Bildungs- und Dokumentationsstätte zu errichten. Mit Hilfe einer LEADER-Förderung von rund 200.000 Euro lädt der umgebaute und sanierte Teil des Klosters nach gut zwei Jahren Bauzeit Gäste, Pilger und Einheimische zur Einkehr und Besinnung auf den eigenen Glauben ein.

Moderne Begegnungs-, Bildungs- und Dokumentationsstätte

Neben der Dauerausstellung werden im 1. Stock des Westflügels in Seminar- und Ausstellungsräumen auch Vorträge, Konzerte und Ausstellungen insbesondere zu christlichen Themen angeboten. Besucher und Tagesgäste werden künftig in einer Touristen-Informationsstelle betreut, zu der auch ein Pilgerbüro, ein Klosterladen und eine Cafeteria gehören. Im Klosterladen werden vor allem regionale Produkte wie Hochprozentiges, eigenes Kloster-Bier oder auch Seifen aus Schafmilch verkauft.

Noch ist viel zu tun, denn auch die anderen Teile des Klosters warten schon auf ihre Wiederherstellung und Sanierung. Weitere Bauabschnitte sind geplant. Dank des großen Engagements in der Region und zahlreicher Geldgeber wird dieses kulturelle Juwel in naher Zukunft wieder komplett in neuem Glanz erstrahlen. LEADER hat auch hier wieder einen wichtigen Beitrag für die ländliche Region und die Erhaltung ihrer spirituellen Wurzeln geleistet.

Zurück zu: