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LEADER-Förderprojekt im Fokus
KUNSTamBANDamLIMES

Militärische Demarkationslinie soll er gewesen sein, sagen die einen, überwachte Wirtschaftsgrenze zum nichtrömischen Raum meinen die anderen: Der Limes.

Aufgrund seiner Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität gilt dieses Bodendenkmal als weltbedeutend.
Deshalb verlieh ihm die UNESCO 2005 den Titel Weltkulturerbe.

Der Limes – Vermächtnis europäischer Geschichte

Der Begriff Limes bedeutete im Lateinischen ursprünglich „Grenzweg“ bzw. „Schneise“. Ein weit sichtbares und eindeutig erkennbares Zeichen für die Außengrenzen des römischen Imperiums wurde er letztendlich. Er stellt eines der gewaltigsten Bauwerke der Antike in Mitteleuropa dar.

Dort, wo der Limes die Grenze zu den ehemaligen angrenzenden römischen Provinzen Raetia (Rätien) und Germania superior (Obergermanien) bildete, wird er heute als Obergermanisch-Raetischer Limes bezeichnet. Mit seinen 550 km umfasst dieser Teil die längste Landgrenze im europäischen Abschnitt des Limes.

Der am Standort Pfünz in der Gemeinde Walting errichtete überdimensionale „Meilenstein“ ist eine moderne Interpretation des historischen römischen Meilensteins.

Der „Meilenstein“ am Standort Pfünz in der Gemeinde Walting

LEADER schafft Verbindung und „Grenz-Werte“

Solch ein Titel verpflichtet. Und ist kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Meinte die rührige Lokale Aktionsgruppe (LAG) Altmühl-Jura und nahm sich vor, ganz im Sinne der LEADER-Philosophie drei Aspekte miteinander zu vernetzen :
  • Sichern des herausragenden geschichtlichen und kulturellen Potenzials des Limes für zukünftige Generationen
  • Verbessern der optischen Präsenz von Elementen dieses Weltkulturerbes
  • Schaffen eines attraktiven Angebotes für kulturinteressierte Bewohner und Besucher der Region.

Beteiligte Lokale Aktionsgruppen (LAG)

Wettbewerb KUNSTamBANDamLIMES

Mit finanzieller Unterstützung des EU-Programms LEADER und unter großer Beteiligung der Bürger vor Ort entwickelte sie deshalb die zündende Idee, über einen innovativen und interaktiven Umgang mit dem Thema Kunst den Limes und damit ein Stück Heimatgeschichte wieder sichtbar und erlebbar zu machen.

Dazu wurden in einem ersten Schritt 16 Künstler im Rahmen des bayernweiten Wettbewerbes KUNSTamBANDamLIMES ausgewählt. Diese haben anschließend ihre Vorschläge weiter ausgearbeitet und davon Modelle im Maßstab 1:20 angefertigt. Diese Modelle wurden anschließend in Wanderausstellungen gezeigt und so vor allem innerhalb der Region bekannt gemacht.

Gleichzeitig hatten Ausstellungsbesucher die Möglichkeit, ihre Meinungen zu den einzelnen Kunstwerken zu äußern. Sie konnten damit über die Umsetzung einzelner Kunstwerke mitentscheiden. In einem letzten Schritt sollten die Modelle, die es in die „Endrunde“ geschafft haben, durch die beteiligten Gemeinden realisiert werden.

In Kipfenberg markieren in Linie angeordnete, gravierte und mit fragmentarischen Reliefs versehene Kalkstein-Stelen den Limesverlauf in dieser Ortschaft.

Kalkstein-Stelen in der Ortschaft Kipfenberg

Ein "Kunst-Band" verbindet Gemeinden

KUNSTamBANDamLIMES ist ein Paradebeispiel, wie LEADER bürgerliches Engagement fördert und die soziale und wirtschaftliche Lebendigkeit ländlicher Gebiete mit zu erhalten vermag.

Wenn es wie bei diesem Kooperationsprojekt gelingt, dass sich Bürger für ihre Heimat und Kultur einsetzen, entsteht Identifikation. Damit lassen sich Kräfte erfolgreich bündeln und Mehrwert für die Region schaffen. Beeindruckend auch, wie ein "Kunst-Band" die beteiligten Gemeinden nicht nur untereinander in der fachlichen Diskussion verbindet, sondern auch "sichtbar" durch die realisierten Kunstobjekte.

Die Skulptur "NoLimit" in Titting erinnert mit ihren 3 Meter hohen Stehlen aus heimischen Juramarmor an die tatsächliche Höhe der Limes-Mauer, die Inschriften an die Verbindung der lateinischen Sprache und römischen Kultur mit heutigen Themenfeldern.

Die Skulptur "NoLimit" in Titting erinnert mit ihren 3 Meter hohen Stehlen an die tatsächliche Höhe der Limes-Mauer.

Künstlerische Grenzgänge am laufenden Band

Puren Genuss versprechen diese Kunstobjekte. Und sie machen Lust auf Grenzgänge zwischen heimischer Vergangenheit und zeitgenössischer Kunst. Erleb- und erfahrbar sollen die Projekte sein, die bereits der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt wurden oder es demnächst werden.

Der am Standort Pfünz in der Gemeinde Walting errichtete überdimensionale „Meilenstein“ ist eine moderne Interpretation des historischen römischen Meilensteins; er soll auf das nahe gelegene Römerkastell „Vetoniana“ aufmerksam machen.

In Kipfenberg markieren in Linie angeordnete, gravierte und mit fragmentarischen Reliefs versehene Kalkstein-Stelen den Limesverlauf in dieser Ortschaft.

Die Skulptur "NoLimit" in Titting erinnert mit ihren 3 Meter hohen Stehlen aus heimischen Juramarmor an die tatsächliche Höhe der Limes-Mauer, die Inschriften an die Verbindung der lateinischen Sprache und römischen Kultur mit heutigen Themenfeldern.

Die Installation weiterer Kunstobjekte, die den Limes als Ganzes und als Denkmal sichtbar und erlebbar machen sollen, wird im Laufe des Sommers erfolgen: so in Altmannstein und Denkendorf oder - zusammen mit der Partner-LAG Kelheim - in Neustadt a.d.Donau.

Eine ausgezeichnete Gelegenheit also, einmal Grenzerfahrungen der besonderen Art zu machen!

Limes on Line in Altmannstein

Zwei aus weißem Beton gefertigte Nachbildungen zweier Gedenksteine bilden zusammen mit einem nach dem Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes geformten Edelstahlbalken das Kunstobjekt „Limes ON LINE“ in Altmannstein.