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Dorf und Landschaft

Ländliche Entwicklung
Weniger Erosion – sauberere Gewässer im Rott- und Vilstal

Für ihr beispielhaftes Engagement beim Boden- und Gewässerschutz hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am 7. Februar 2012 in Bodenkirchen acht Kommunen aus dem Rott- und dem Vilstal ausgezeichnet.

Erosion vermeiden - Bäche verbessern

Die Kommunen Postmünster, Mitterskirchen und Tann (alle Lkr. Rottal-Inn), Marklkofen und Frontenhausen (beide Lkr. Dingolfing-Landau), Wurmsham und Bodenkirchen (beide Lkr. Landshut) sowie Oberbergkirchen (Lkr. Mühldorf) bringen sich seit mehreren Jahren aktiv im Modellprojekt Rottauensee, im Schwimmbachprojekt und der Initiative „boden:ständig“ ein. Durch neue Wege der Bodenbewirtschaftung wollen sie die Bodenerosion reduzieren und damit auch die Gewässerqualität von Seen und Bächen nachhaltig verbessern.

Für ihr beispielhaftes Engagement beim Boden- und Gewässerschutz hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am 7. Februar 2012 in Bodenkirchen acht Kommunen aus dem Rott- und dem Vilstal ausgezeichnet.

Video mit Staatsminister Helmut Brunner - Auszeichnungen für Boden- und Gewässerschutz

Erfolg ist, wenn viele Mitstreiter das Richtige tun

Bei dem Projekt ziehen viele Mitstreiter an einem Strang: Landwirte, Bürgermeister, Gemeinderäte und Bürger setzen sich für ihre Heimat, für den Erhalt fruchtbarer Böden und für saubere, lebendige Gewässer ein.

  • Innovative Landwirte optimieren ihre Bodenbewirtschaftung auf der Fläche,
  • die Gemeinden kümmern sich um die „kritischen Stellen“ in der Landschaft,
    an denen Boden in die Gewässer geschwemmt wird,
  • viele engagierte Bürger helfen tatkräftig mit,
    ihre Bäche wieder zu vielgestaltigen Lebensräumen zu entwickeln.

Im Herbst 2011 wurden bereits Landwirte des Modellprojekts Rottauensee für ihre innovativen, erosionsvermindernden Bewirtschaftungsweisen ausgezeichnet.

Erfolgsrezept: Information, Motivation und pragmatisches Vorgehen

Bei der Veranstaltung berichteten die prämierten Kommunen über ihre Aktivitäten und Pläne und lieferten den Anwesenden Ideen für eigene Konzepte und motivierten sie zum Mitmachen. Für die rund 150 Teilnehmer aus Gemeinden, Verbänden und Verwaltungen wurde deutlich, dass erfolgreicher Boden- und Wasserschutz als erstes in den Köpfen ansetzt:

Kinder am Bach

Durch Information und Motivation ist im Rott- und Vilstal ein echtes Mitmachprojekt entstanden, das von den Menschen vor Ort über viele Jahre getragen wird. Das mag am Anfang länger dauern, wirkt dafür aber nachhaltig. Die Gemeinden haben erkannt, dass sie eine Vorbildfunktion einnehmen. Wichtig für den Erfolg sind ein möglichst zielorientiertes, unkompliziertes Vorgehen sowie die Unterstützung der Fachbehörden, insbesondere der Verwaltung für Ländliche Entwicklung.

Bayernweite Anwendung geplant

Die Verwaltung für Ländliche Entwicklung wird den mit ihrer Unterstützung im Rott- und Vilstal entwickelten Weg des nachhaltigen Boden- und Gewässerschutzes bayernweit anbieten.

Weitere Informationen über das Modellprojekt Rottauensee und die Initiative „boden:ständig“ unter

www.boden-staendig.eu Externer Link


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