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Schwerpunkte
Ländliche Kernwegenetze - Leistungsfähige Hauptwirtschaftswege sind in der Landbewirtschaftung ein grundlegender Produktionsfaktor

Moderne Landwirtschaft braucht ein bedarfsgerechtes, weitmaschiges Hauptwirtschaftswegenetz mit gemarkungs- und gemeindeübergreifenden Verbindungen. Wir schaffen diese Strukturen für Landwirtschaft, Gemeinde und Naherholung.

Zeit und Geld dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Die moderne Landtechnik, Maschinenringe und Lohnunternehmen sowie der Wettbewerbsdruck lassen es nicht zu, dass Zeit und Geld auf der Streck bleiben. Früher gebaute Wege sind maximal 3 Meter breit und häufig nur auf 5 Tonnen ausgelegt.

Nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung sind bei Schleppern und Anhängern 2,55 Meter Breite zugelassen. Werden diese mit bodenschonender breiter Bereifung ausgestattet, beträgt die Höchstgrenze 3 Meter, die auch für Anbaugeräte gilt. Breitere land- und forstwirtschaftliche Landmaschinen sind zulässig, brauchen aber eine Sondergenehmigung. Dafür sehen die neuen Richtlinien des ländlichen Wegebaus Hauptwirtschaftswege mit 3,5 Meter Fahrbahnbreite plus befahrbare Seitenstreifen von jeweils 0,75 Meter und Entwässerungsgräben vor.

Ländliche Entwicklung, Gemeinden und Landwirte erarbeiten und realisieren Konzepte für Hauptwirtschaftswege

Moderne Landmaschinen sind das Eine. Hinzu kommt, dass für die Landwirte der orts- und gemeindeübergreifende Transportbedarf und die Bewirtschaftung von weiter entfernten Pachtflächen immer bedeutender werden. Deshalb erarbeiten kooperierende Gemeinden in über der Hälfte der rund 110 Integrierten Ländlichen Entwicklungen in Bayern Kernwegenetzkonzepte mit weiträumigen Lösungen. Die Konzepte berücksichtigen auch Rad- und Wanderwege für Erholungssuchende. Durch leistungsfähige Verbindungswege in der Flur werden vor allem Dörfer von landwirtschaftlichem Schwerlastverkehr entlastet.
Wir informieren und aktivieren
Wir informieren interkommunale Kooperationen und Landwirte über den ländlichen Straßen- und Wegebau
Wir motivieren Gemeinden und Landwirte, sich aktiv in die Konzepterstellung einzubringen
Wir berücksichtigen Natur und Landschaft, vermeiden Flächenverbrauch und informieren über die Möglichkeiten der Bodenordnung
Wir initiieren, beraten und begleiten
Wir beraten zur Planung des Wegenetzkonzeptes, zur Auftragsvergabe und zum Aufgabenumfang
Wir begleiten die Erarbeitung des Wegenetzkonzeptes in der Integrierten Ländlichen Entwicklung und den Gemeinden
Wir genehmigen das Wegenetzkonzept und stimmen die Prioritäten, Finanzierung und Bauträgerschaft zur Umsetzung ab

Wir helfen zu realisieren und fördern
Wir leiten zur Umsetzung ein Projekt der Ländlichen Entwicklung ein und klären die Grundeigentümer auf
Wir unterstützen die Konzepterstellung und den Bau von Kernwegen finanziell
Wir regeln die Landbereitstellung durch Bodenordnung
Weiterführende Informationen

Ländliche Kernwegenetze ausführlich Externer Link

Beispiele

Fränkischer Süden zwischen Main und Tauber
Zukunftsorientierte Landwirtschaft braucht ein Hauptwegenetz mit gemeindeübergreifenden Verbindungen

Fahrender Anhänger von hinten auf einem betonierten Wirtschaftsweg. Das rechte Rad fährt auf Grasbankett.

Der Ochsenfurter Gau ist ein landwirtschaftliches Vorranggebiet. Dennoch sind die meisten Wege 30 Jahre alt, rund 2,5 Meter breit und nur für 5 Tonnen Achslast ausgelegt. Diese Voraussetzungen genügen für die hochleistungsfähigen landwirtschaftlichen Maschinen heute bei weitem nicht mehr. Moderne Anhänger können bis zu 11,5 Tonnen Einzelachslast und zusammen mit der Zugmaschine ein Gesamtgewicht von 40 Tonnen haben. Für solche Maschinen fordern die Landwirte seit langem Hauptwirtschaftswege mit 3,5 Meter Fahrbahnbreite, wie es die neuen Richtlinien für den ländlichen Wegebau vorsehen.  

Mehr Ländliche Entwicklung in Bayern Externer Link