Oberpfälzer Landschaft mit Rapsfeld im Vordergrund und dem Klosterdorf Speinshart im Hintergrund.

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Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz
Interkommunaler Austausch der Oberpfälzer Gemeinden

(26. Oktober 2018) Tirschenreuth – Bereits zum dritten Mal trafen sich über 100 Bürgermeister, Regionalmanager und Umsetzungsbegleiter zum Informations- und Erfahrungsaustausch im KulturSchloß Theuern. Die Veranstaltung wurde vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz organisiert und widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Innen statt Außen“.

Mit 142 Kommunen arbeiten bereits mehr als die Hälfte der Oberpfälzer Gemeinden in insgesamt 16 Integrierten Ländlichen Entwicklungen (ILE) zusammen. In einem gemeinsam erarbeiteten Konzept formulieren die Gemeinden gemeinsame Ziele und Maßnahmen für die Entwicklung einer ganzen Region. Eine Herausforderung, vor der viele Gemeinden gleichermaßen stehen, ist das Aussterben der Ortskerne. Die Leerstände innerorts nehmen zu. Der letzte Bäcker, Metzger, das Wirtshaus schließen, während am Ortsrand neues Bauland ausgewiesen wird.
Wie können die Gemeinden dieser Entwicklung entgegenwirken? Wie können innerörtliche Leerstände wieder nutzbar gemacht werden? Darüber informierten sich die Teilnehmer bei der Veranstaltung aus erster Hand.

Matthias Simon zeigte als Vertreter des Bayerischen Gemeindetags auf, welche konkreten Handlungsmöglichkeiten die Gemeinden haben. Dr. Ulrich Huber und Jonathan Reger vom Landratsamt Cham stellten mit dem landkreisweiten Leerstandsmanagement ein konkretes Instrument vor, mit dessen Hilfe die Gemeinden die vorhandenen Leerstände analysieren können. Ziel ist es, die leerstehenden Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen. Bürgermeister Michael Multerer aus der Gemeinde Arnschwang schilderte seine Erfahrungen im Umgang mit dem landkreisweiten Leerstandsmanagement.

Erika Henger vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. und Johann Sperl, Vorstandsvorsitzender der Senioren-Wohnen eG in Neukirchen b. Hl. Blut, zeigten auf, welche Vorteile eine Genossenschaft mit sich bringt: Innerörtliche Gebäude können wieder genutzt und örtliche Bedarfslücken geschlossen werden. Ergänzend zeigte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Floß eG, Josef Völkl, auf, wie die Genossenschaftsbanken solche Initiativen finanziell unterstützen können.

Abschließend stellte Stefan Hammerl, Geschäftsführer der H&S Medizin & Pflege, vor, wie Pflegeeinrichtungen auch in ehemaligen Leerständen in kleineren Orten funktionieren können. Die nächste Tagespflegeeinrichtung plant Hammerl in der ehemaligen Grundschule in Thanstein im Landkreis Schwandorf. Bürgermeister Walter Schauer berichtete dazu sehr anschaulich, wie der Weg der Gemeinde dorthin verlief und erläuterte die Einzelheiten zu dem Vorhaben. Im Anschluss an die Vorträge tauschten die Teilnehmer ihre Erfahrungen untereinander aus und nahmen Ideen für ihre Projekte mit nach Hause. Behördenleiter Thomas Gollwitzer kündigte eine Fortsetzung der Netzwerktreffen an.
Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Bühne.

Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

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