Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Städtebauliche Stärkung der historischen Weileranlage durch eine sensible Revitalisierung eines Baudenkmals

Staatliches saniertes Bauerhaus mit zwei Vollgeschossen und einem Geschoss im Dach

Das denkmalgeschützte ehemalige Wohnstallhaus in Vorderzwieselberg bildet zusammen mit den anderen vier Wohngebäuden und den verschiedenen landwirtschaftlichen Nebengebäuden ein reizvolles ländlich-dörfliches Bauensemble. Obwohl seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Abbruchgenehmigung bestand, konnte das lange leer stehende Anwesen gerettet und in die Zukunft geführt werden.

Das Gebäude stellt ein sehr stattliches ehemaliges bäuerliches Anwesen dar, das am Hang liegt und traufseitig zum Talraum ausgerichtet ist. Es besteht aus einem historischen Wohnteil mit fünf Fensterachsen an der Traufseite, sechs Fensterachsen an der Giebelseite und zwei weiteren für den ausgebauten Längsschopf.
Ursprünglich gehörte es zum Typus eines Mitterstallhauses und wurde als Bohlen-Ständerbau errichtet. Hervorzuheben sind der breite Querflur und die sehr große Stube mit jeweils drei Fensterachsen über Eck, an die sich Küche und Gaden anschließen. Das Gebäude zeichnet sich durch seinen reichen Bestand an Holztäferwerk und -decken sowie einen umfassenden historischen Fensterbestand aus.
Im Rahmen der Dorferneuerung Roßhaupten konnten eine Vielzahl an historischen Gebäuden instand gesetzt und so die gewachsenen Ortsbilder erhalten und gestärkt werden. Auch die behutsame und denkmalgerechte Sanierung des ehemaligen Wohnstallhauses im Weiler Vorderzwieselberg erfüllt diese Aufgabe vorbildlich und ist für das Dorfbild von besonderer Bedeutung. Besondere Erwähnung verdient auch der Anschluss an das Nahwärmenetz.

Bauherr: Ulrich Eberle, Vorderzwieselberg
Architektin: Regina Franz, Lengenwang
Dorferneuerung Roßhaupten, Landkreis Ostallgäu