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Wiesenfelden
Der Weiher wird erlebbar und mit einer neuen Seebühne zum Herz der Dorfmitte

See Im Ortszentrum. Bühne im See mit Tribüne, dazwischen Seeweg. Daneben neues Rathausgebäude mit türkisenem Querbau. Dahinter bis zur Kirche Gemeinschaftsfläche für die Bürger.

Wiesenfelden liegt in einer herrlichen Landschaft mit zahlreichen Weihern. Das Dorf bietet aber nur wenige Arbeitsplätze. Und in der dünnbesiedelten Region die Grundversorgung für die Bürger bereitstellen, ist eine Herausforderung. Um den Menschen weiterhin einen attraktiven Lebensraum bieten zu können, wurde mit Hilfe der Dorferneuerung eine Reihe von Projekten umgesetzt. Besonders wichtig ist den Bürgern inzwischen die Seebühne neben dem neuen Rathaus, wo jetzt im Sommer das kulturelle Herz des Dorfes schlägt. Zusätzlich konnten Verkehrsprobleme und Nutzungskonflikte im Ortskern gelöst werden. Barrierefreiheit stand dabei immer im besonderen Fokus.

Der Weiher ist jetzt Mittelpunkt

Wer nach Wiesenfelden kommt, dem fällt schnell auf, wie stark die Dorfgemeinschaft ist und wie viele Bürger sich in Vereinen engagieren. Und wer sich umschaut, sieht die vielen Weiher, welche die Gegend prägen. Der Beckenweiher direkt im Dorf selber war lange Zeit nur schlecht für die Öffentlichkeit zugänglich. Bei vielen intensiven Besprechungen mit den Bürgern wurde klar: das muss geändert werden! Im Rahmen der Dorferneuerung gelang es, den See in den Ortskern einzubinden.

Dort gibt es jetzt einen direkten Zugang über breite Sitzstufen, die in eine Seebühne aus Holz übergehen. Beim jährlichen Sommertheater wirkt die Dorfbevölkerung mit Begeisterung mit. Durch das angrenzende barrierefreie Holzdeck und das neue Bootshaus ist der See sehr gut erreichbar, erlebbar und genießbar. Der ebenfalls behindertengerechte und überdachte Naturbeobachtungssteg über den Beckenweiher stellt eine weitere Attraktion dar. Ein ebenfalls gehbehinderten- und blindengerechter Wanderweg führt auf 2,2 Kilometern Länge um den gesamten See herum. Er beginnt und endet an der Seebühne.

Aber es wurde noch mehr verbessert: Der am nördlichen Ortsrand gelegene Neuweiher wird besonders an heißen Tagen genutzt, denn er hat jetzt eine attraktive Badestelle. Auch ein neuer Festplatz für Dorffeiern ist dort entstanden.

Straßen und Plätze für alle Bedürfnisse

Im Ortszentrum gab es erhebliche Verkehrsprobleme und Nutzungskonflikte zwischen Autos, Radfahrern und Fußgängern. Die Teilnehmergemeinschaft diskutierte mit der Gemeinde, den örtlichen Vereinen, den Bürgern, der Kirchenverwaltung und den Trägern öffentlicher Belange viele verschiedene Planungen, besonders für den zentralen Georgsplatz. Durch die intensive Einbindung der Bevölkerung kam es zu einem von allen akzeptierten, umfassenden Ergebnis.

Die Bürger nutzen den Platz zwischen dem neuen Rathaus und der Kirche als Gemeinschaftsstraße mit Elektrotankstellen, als Festplatz, Spielplatz und Buswendemöglichkeit. Bei der Planung berücksichtigten die Architekten eine Friedhofserweiterung, planten ein Maibaumfundament ein und dachten auch an einen Zugang zum Bootshaus, zum Beobachtungssteg sowie zur Seebühne und an einen Anschluss zum barrierefreien Wanderweg. Ein neues Infobäude fungiert auch als Wartebereich für Fahrgäste und bietet eine Unterstellmöglichkeit für die Böllerkanone. Die zahlreichen Pendler, die früher den Dorfplatz zuparkten, können auf den erneuerten Parkplatz in der Nähe des Schlosses Wiesenfelden ausweichen.
Der komplett umgestaltete Parkbereich hat jetzt ein Buswartehäuschen. Neue Wege binden ihn an den Ortskern und das Schloss an. Der Parkplatz wird auch von den Besuchern des Umweltzentrums im Schloss oder bei Großveranstaltungen, beispielsweise auf der Seebühne, gern genutzt. Um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen, entstanden zahlreiche neue Gehwege. An einigen Straßenabschnitten wurden Gartenmauern zurückgesetzt und dadurch Engstellen beseitigt. Davon profitieren nicht nur die Fußgänger, sondern auch das Ortsbild als Ganzes.

Weitere Mosaiksteine des Erfolgs

Viele kleine Maßnahmen runden das Ergebnis der Dorferneuerung positiv ab: Die Teilnehmergemeinschaft sanierte den sogenannten „Sieben-Schmerzen-Weg" und das „Bründl", eine kleine Kapelle in Heilbrunn, ein Sanierungsgutachten für den Felsenkeller beim Schloss Wiesenfelden wurde erstellt, das Umweltzentrum Wiesenfelden profitierte von der Privatförderung. Neben den neuen E-Tankstellen am Georgsplatz und dem neuen Rathaus mit Niedrigenergiestandard setzt die Gemeinde mit einer Nahwärmeversorgung deutliche Zeichen bei der Energiewende. Noch eine Vision der Gemeinde ist eine Bürgerwindanlage.

Projektträger
Dorferneuerung Wiesenfelden, Landkreis Straubing-Bogen