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Kottgeisering
Instandsetzung eines denkmalgeschützten Bauernhofes sichert den landwirtschaftlichen Charakter des Ortskerns

Die Instandsetzung des zweigeschossigen Mittelstallhauses aus dem Jahre 1889 ist ein vorbildliches Beispiel für behutsames Bewahren und zeitgemäßes Weiterführen des baukulturellen Erbes in einem landwirtschaftlich geprägten Dorfgefüge. Das ehemalige Wohnstallhaus liegt raumbildend an dem im Rahmen der Dorferneuerung neugestalteten Dorfplatz. Die Nutzungsmischung aus Wohnen und Arbeiten in Kombination mit einer Ferienwohnung sichert den langfristigen Bestand. Da sich kein Nachfolger für die Fortführung der Landwirtschaft fand, stand der Einfirsthof einige Jahre leer. Zu Beginn der Instandsetzung wurden die Fundamente und der Dachstuhl statisch ertüchtigt und nachträgliche Anbauten bzw. Wände abgebrochen.

Die bestehende Tenne wurde erhalten, ebenso der Stall mit seiner historischen Kappendecke und den gusseisernen Stützen. Dieser wurde zum Büro umgenutzt. Im Bereich des zweigeschossigen rechtwinkligen Anbaus (Widerkehr) aus dem Jahr 1955 wurde durch den Einbau einer eingestellten „Holzkiste" eine Ferienwohnung geschaffen.
Danach sanierten die Eigentümer den Wohnteil des Einfirsthofes auf möglichst substanzerhaltende Weise. Das Gebäude wird hauptsächlich mit Gas beheizt. In der Küche des Wohnhauses wurde zusätzlich ein Grundofen zur Beheizung von Küche und Stube eingebaut. Die Innenräume zeichnen sich durch ein sehr schön gestaltetes Zusammenspiel aus würdig gealterten und neuen Materialien aus. Der Vorgarten auf der Freifläche zur Ortsstraße, gestaltet in Anlehnung an einen Bauerngarten, harmoniert hervorragend mit dem sanierten Bauernhaus.
Bauherren: Yvonne Toepfer und Peter Fretschner, Kottgeisering
Atelier Poly, Kottgeisering
Dorferneuerung Kottgeisering, Lkr. Fürstenfeldbruck