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Wild und Wildkräuter

Wildkräuter

Auswahl verschiedener Wildkräuter wie Löwenzahn, Kapuzinerkresse, Giersch u. a.

Foto: Dirk Holterman

Der Mensch nutzte Wildpflanzen seit Anbeginn über die Jahrhunderte hinweg für die Ernährung, als Baumaterial, für Kleidung oder als Heilmittel. Das alte Wissen um den Wert von Wildkräutern und Früchten aus der Kulturlandschaft kann heute wieder Menschen helfen, sich bewusster zu ernähren. Kräuterpädagogen wissen um diese Schätze der Natur und geben ihr Wissen als „Botschafter der Natur“ weiter. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft informiert zu essbaren Wildkräutern mit Postern und einer Broschüre.

Wild

  • Unsere vielfältige Kulturlandschaft ist Ergebnis Jahrhunderte langer land- und forstwirtschaftlicher Nutzung.
  • Landwirte sichern die Vielfalt durch Maßnahmen wie z. B. die Anlage von mehrjährigen Blühflächen, Hecken und Streuobst.
  • Diese Landschaftsstrukturen sind Lebensraum für Wildtiere wie Hase, Fasan und Rebhuhn.
  • Bayern ist zu etwa einem Drittel bewaldet - das waldreichste Land in Deutschland.
  • Die Wälder sind nicht nur Rohstofflieferant, sondern auch wertvoller Lebensraum für Wild.
  • Wildschweine, Rehe und Hirsche können Schäden in Wald und Flur verursachen – die Bestände müssen vom Jäger reguliert werden.
  • Für das Aufwachsen gesunder Mischwälder ist Jagd unverzichtbar.

Heimisches Wildbret - wertvolles Lebensmittel und Fleischgenuss direkt aus der Natur

Wild und Wildkräuter

Wildhase

Foto: Marco König

Die bäuerliche Kulturlandschaft bietet mehr als die Produktion von Nahrungsmitteln. Essbare Wildkräuter sind "Un-Kraut-Delikatessen" aus der Natur. Gänseblümchen oder Löwenzahn von der Wiese, Giersch und Gundermann, Bucheckern und Schlehen aus Mischwäldern und Hecken schmecken Mensch und Tier.

Wild ernährt sich auf natürliche Weise und der Mensch erhält durch die Jagd ein ursprüngliches Lebensmittel. Wildbret aus Bayern steht als regionales Produkt für kurze Transportwege, optimale Frische und höchste Qualität.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft bietet ausgewählte Informationen und Broschüren zur bayerischen Kulturlandschaft an.

Erwerbskombination "Kräuterpädagogik"

Wildkräuter sammeln und bestimmen ist Teil der Qualifizierung zum Kräuterpädagogen

Wildkräuter sammeln und bestimmen
Foto: Dirk Holterman

Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten initiierte die Qualifizierung von rund 540 Bäuerinnen zu Kräuterpädagoginnen. Sie nutzen die Wildkräuter in und um den Hof. Ihr fachliches und pädagogisches Wissen bringen sie in Führungen und Vorträgen ein. Sie halten Kochkurse, sind Partner von Gastronomie und Tourismus oder betreiben einen Hofladen.

Mit diesen Aktivitäten leisten die Bäuerinnen einen Beitrag zur Einkommenssicherung der landwirtschaftlichen Betriebe und erhöhen die Attraktivität und Wertschöpfung in der Region.

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