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BioRegio Bayern 2020
Wettbewerb "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen" 2018/2019

Der Wettbewerb "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen" soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Bereits zwölf Öko-Modellregionen arbeiten als Impulsgeber an der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern. Jetzt haben neue Regionen die Chance, Öko-Modellregion zu werden.

Als Öko-Modellregion erhalten Sie zwei Jahre lang eine professionelle Prozessbegleitung. Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernimmt 75 % der Kosten, die restlichen 25 % müssen die Gemeindeverbünde selbst tragen.

Wer kann teilnehmen?

Bewerben können sich Gemeindeverbünde, die als Beispiel für ökologisch vorbildliche Leistungen fungieren wollen. Die Verbünde sollen die Größe eines Landkreises nicht überschreiten und ein räumlich zusammenhängendes Gebiet abdecken. Sie können auch aus Gemeinden bestehen, die unterschiedlichen Landkreisen angehören.

Was ist zu tun?

Gemeindeverbünde melden bis zum 31. August 2018 ihr Interesse mit einer 2- bis 4-seitigen Interessensbekundung bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) an.
Die verbindlichen Anforderungen zur Teilnahme am Wettbewerb können Sie hier herunterladen:
Ansprechpartner für die Projektbetreuung
Christian Novak, Tel. 08161 71-3748 (LfL Freising)
Katharina Niemeyer, Tel. 089 1213-1507 (ALE Oberbayern)

Kontakt
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz
- Stichwort Wettbewerb Öko-Modellregion -
Lange Point 12
85354 Freising
Tel.: 08161 71-3748
E-Mail: christian.novak@lfl.bayern.de

Fragestellungen für die Interessensbekundung
  • Wie ist die Ausgangslage in der Region, was soll als Öko-Modellregion verändert/erreicht werden?
  • Welches Interesse besteht am Entwicklungsansatz der "Aktivierung des unternehmerischen Potenzials"? Was erwarten sich die Gemeinden und die Akteure konkret von der Auszeichnung als "Staatlich anerkannte Öko-Modellregion"?
  • Welche konkreten bereits vorhandene Projektideen gibt es und welche ersten Akteure stehen hinter den jeweiligen Projekten und wollen diese umsetzen?
  • Was soll bewegt werden? Welche lokalen Ressourcen und Potenziale werden eingesetzt? Wie nachhaltig sind die erwarteten Auswirkungen?
  • Welches Potenzial an weiteren Akteuren wird in der Region gesehen? Mit welcher Kommunikationsstrategie sollen diese aktiviert werden?
Anmeldeschluss für die Interessensbekundung ist der 31. August 2018
Schritt 1
Melden Sie Ihre Teilnahme (Interessensbekundung) bis 31. August 2018 an.
Schritt 2
Eine Jury trifft eine Vorauswahl der Regionen, die in die eigentliche Bewerbungsphase starten können. Die Projektbetreuung begleitet und unterstützt die ausgewählten Regionen bei der Projektentwicklung in der Bewerbungsphase (Gespräche, Besuch vor Ort).
Schritt 3
Reichen Sie ein Bewerbungskonzept ein, wenn Sie von der Jury ausgewählt worden sind. Das Bewerbungskonzept soll konkrete Entwicklungs- und Projektansätze zur Förderung des ökologischen Landbaus in der Region sowie des Einsatzes heimischer Öko-Lebensmittel beschreiben. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2019.
Schritt 4
Eine Jury wählt aus den Bewerbungskonzepten die sechs neuen Öko-Modellregionen aus.

Es lohnt sich!

Öko-Modellregionen
Als staatlich anerkannte Öko-Modellregion erhalten Sie eine Prozessbegleitung in Form einer Personalstelle oder entsprechender Werkverträge mit externen Büros für den Zeitraum von zwei Jahren. Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernimmt 75 % der Kosten, die restlichen 25 % müssen die Gemeindeverbünde selbst tragen. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für zwei Jahre. Darin enthalten ist ein Sachkostenbudget von max. 5 % der Fördersumme.

Hintergrundinformation

Was ist eine "Staatlich anerkannte Öko-Modellregion"?

In staatlich anerkannten Öko-Modellregionen arbeiten Kommunen, Landwirte, Verarbeiter und Verbraucher zusammen, um den ökologischen Landbau in der Region voranzubringen. Dabei geht es vor allem um folgende Bereiche:
  • Landwirtschaftliche Erzeugung einschließlich Gartenbau, Imkerei und Teichwirtschaft
  • Verarbeitung
  • Vermarktung, Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung
  • Information und Bewusstseinsbildung
Dabei werden Projekte gestartet, die an eine nachhaltige Regionalentwicklung anknüpfen:
  • Kulturlandschaftsentwicklung und Landschaftspflege
  • Ressourcenschutz (Boden, Wasser, Arten und Biotope, Klima)
  • Energiemanagement
  • Innenentwicklung
  • Agrarstrukturentwicklung und Flächenmanagement
  • Touristische Entwicklung
  • Soziale / solidarische / kooperative Landwirtschaft
  • Förderung heimischer Eiweißpflanzen
Die Öko-Modellregionen in Bayern
Seit 2014 hat das Landwirtschaftsministerium zwölf Gemeindebündnissen den Titel "Öko-Modellregion" verliehen. Ausführliche Informationen zu diesen Öko-Modellregionen gibt es unter www.oekomodellregionen.bayern.