Spezialitäten aus Bayern

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Premiumstrategie für Lebensmittel

Die Anfang 2017 gestartete Premiumstrategie will gezielt besondere Produkte, welche die "Spitze der Qualitätspyramide" bilden, in den Fokus rücken. Als Imageträger sollen diese Bayern, seine vielfältigen Regionen mit den dahinterstehenden Menschen und die Lebensmittelerzeugung im Freistaat noch bekannter machen.

Die zugrundeliegende Mehrwertstrategie soll dabei Erzeugern und Verbrauchern gleichermaßen zu Gute kommen und dem Verbraucher Orientierung in Richtung "besondere Spezialitäten" geben. Letztlich soll so das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher für die Qualität und die Besonderheit heimischer Produkte geschärft, dafür weiteres Interesse geweckt und deren Wertschätzung weiter gesteigert werden.

Die drei Komponenten der Premiumstrategie

  • Auszeichnung von 100 Genussorten im Jubiläumsjahr des Freistaats 2018
  • Aufbau einer Genussakademie in Kulmbach
  • Begleitung spezieller Wertschöpfungsketten für hochwertige Produkte

Bayern sucht die 100 besten Genussorte

100 Genussorte

Durch die Auswahl von 100 Genussorten, in denen der Genuss besonders gepflegt wird, soll die Spezialitätenkompetenz Bayerns für Verbraucher sicht- und erlebbar gemacht und in die Fläche getragen werden, beispielsweise durch Angebote in der Gastronomie, durch Führungen und Veranstaltungen. Genussorte können Orte, Gemeinden oder Städte sein.

Die Festlegung der "100 Genussorte Bayern" erfolgt durch einen offenen und landesweiten Wettbewerb auf Basis eines festgelegten Kriterienkatalogs durch eine unabhängige Jury. Die Federführung für den Wettbewerb "100 Genussorte Bayern" liegt bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim.

Zum Webauftritt (www.100genussorte.bayern) Externer Link

Geballtes "Genusswissen" unter einem Dach

Genussakademie Logo
Gerade Spezialitäten und Premiumprodukte laden zum bewussten Genießen ein. Unter der Federführung des Clusters Ernährung am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) im oberfränkischen Kulmbach soll dieses Bewusstsein durch den Aufbau einer "Genussakademie Bayern" gezielt geschärft werden.

Zu Beginn wird der Fokus auf die Vermittlung von Genusskompetenzen an entsprechende Multiplikatoren (Sommeliers) gelegt. Diese Genussexperten geben ihr Spezialwissen dann wiederum an Fachleute aus Gastronomie, Ernährungshandwerk und Handel sowie an Verbraucher weiter, beispielsweise in der Gastronomie, bei Messen, Events sowie Schulungen, aber auch beim Einkauf im Lebensmitteleinzelhandel. In einem ersten Schritt werden hierzu unter dem Dach der Genussakademie Bayern existierende Angebote gebündelt.

Zum Webauftritt (www.genussakademie.bayern) Externer Link

Sommelier-Kurse für Genussexperten

Ausgangspunkte stellen die vom Cluster Ernährung bereits sehr erfolgreich am Markt eingeführten Qualifizierungsangebote "Käse-Sommelier" (in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft) und "Gewürz-Sommelier" dar. Diese sollen unter dem Dach der Genussakademie Bayern zusammengeführt und um neue Formate ergänzt werden, zum Beispiel Qualifizierungsangebote für Brot- oder Fleisch-Sommeliers.

Qualifizierung zum Sommelier (KErn) Externer Link

Besondere Wertschöpfungsketten – miteinander mehr erreichen

Die dritte Säule der Premiumstrategie stellt das Anstoßen und Begleiten von Wertschöpfungsketten-Projekten für besonders hochwertige Produkte durch das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte (IEM) an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) dar. Über die initiierten und begleiteten Projekte werden Partner der gesamten Wertschöpfungskette zusammengebracht, von den Erzeugern über die Verarbeiter bis hin zum Handel und den Verbrauchern. Durch dieses Miteinander werden neue Premium-Produkte mit angestoßen sowie bestehende Premiumansätze aufgegriffen und weiterentwickelt. Durch dieses Miteinander entsteht letztlich eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten.

Erste Lieferkette für Stroh-Schweine in Großkantinen

Das erste Beispielsprojekt stellte Staatsminister Helmut Brunner im Februar 2017 mit dem Start der Lieferkette "Stroh-Schweine" für Bayerns Großkantinen vor. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Gemeinschaftsgastronomie (DIG) soll künftig Schweinefleisch aus besonderen Haltungsbedingungen Zugang in die Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung finden. Das DIG vereint Gastronomiebetriebe mit insgesamt mehreren Tausend Essen pro Tag. Die staatliche Verwaltung hat im Rahmen dieses Vorhabens Impulse gegeben und sichergestellt, dass die richtigen Aktivposten zueinanderfinden und bringt sich bei der Weiterentwicklung ein. Seit Ende Juli 2017 steht "Stroh-Schwein" auf dem Speiseplan der DIG-Partner sowie im Kasino des Landwirtschaftsministeriums.

Stroh-Schweine auf dem Teller - DIG-Strohschwein Bayern in der Betriebskantine der BayernLB in München (Juli 2017)