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Pressemitteilung
„Guter Tag für Landwirte und Verbraucher“ - Kaniber zur Fristverlängerung bei der Ferkelkastration

(02. Oktober 2018) München - Mit großer Erleichterung hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf die angekündigte Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration reagiert. „Das ist ein guter Tag für unsere Schweinehalter, aber auch für die Verbraucher“, sagte die Ministerin in München. Ein Verbot bereits ab Januar hätte nämlich laut Kaniber gerade im süddeutschen Raum zahlreiche Betriebe zum Aufgeben gezwungen und die Ferkelerzeugung massiv gefährdet. „Für den Tierschutz und den Verbraucherwunsch nach regionalen Produkten wäre das ein echter Bärendienst gewesen“, so die Ministerin. Denn das Aus für die heimischen Ferkelerzeuger hätte laut Kaniber eine drastische Zunahme von Ferkelimporten aus Ländern mit geringeren Tierschutz-Standards und Ferntransporte über Hunderte von Kilometern nach sich gezogen. Die Ministerin hatte sich deshalb schon seit Monaten dafür stark gemacht, die Frist nochmals zu verlängern. Ein entsprechender Vorstoß Bayerns im Bundesrat hatte Mitte September aber noch keine Mehrheit gefunden.

Der Ministerin zufolge gibt es gerade für kleinere und mittlere Betriebe nach wie vor kein praktikables Betäubungsverfahren. Die derzeit diskutierten Alternativen wie Impfung oder Eingriff unter Vollnarkose seien ebenso wie die Ebermast nur für wenige und vor allem größere Betriebe geeignet. Forschungsvorhaben für weitere alternative Methoden wie etwa die örtliche Betäubung mit einem Lokalanästhetikum sind laut Kaniber zwar auf den Weg gebracht, aber noch nicht abgeschlossen.


    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
    Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

    Ministerin Michaela Kaniber

    Pressereferat