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Pressemitteilung
Kaniber will Landwirte besser gegen Klima-Risiken absichern - Bundesratsinitiative für Mehrgefahrenversicherung

(06. Juni 2019) München/Berlin - Bayerns Landwirte leiden zunehmend unter dem Klimawandel und den damit verbundenen Wetterextremen. Dürre, Starkregen, Spätfröste und Stürme können zu wirtschaftlichen Schäden führen, die existenzgefährdend sind. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber will nun die Absicherung der Bauern gegen Klima- und Wetter-Risiken verbessern. Denn die bestehenden Versicherungsangebote sind nicht ausreichend. Kaniber beantragt am Freitag im Bundesrat zusammen mit Baden-Württemberg die Einführung einer staatlich geförderten und steuerlich begünstigten Mehrgefahrenversicherung. „Ziel muss sein, faire und ausgewogene Rahmenbedingungen zu schaffen, die es landwirtschaftlichen Betrieben erleichtert, eigenverantwortlich Vorsorge für Naturkatastrophen und extreme Wetterbedingungen treffen zu können“, sagte Kaniber. Dazu müssen die Versicherungsprämien bezahlbar sein.

Bislang bietet die Versicherungswirtschaft klassische Absicherungen gegen Hagel, Starkregen oder Überschwemmungen. Selten sind Versicherungen gegen Dürre, da die Versicherungsprämien für diese meist großflächig auftretenden Schäden sehr hoch ausfallen. Die jetzt vorgeschlagenen Prämienzuschüsse für eine Mehrgefahrenversicherung, die in vielen anderen europäischen Ländern bereits existiert, orientiert sich am Beispiel Österreichs. Der Landwirt übernimmt dabei die Hälfte der Versicherungsprämie, der Bund 30 Prozent, der Freistaat 20 Prozent.

Bayern drängt zudem auf eine bundesweite Harmonisierung der Versicherungssteuer. Für das Risiko der Dürre soll statt wie bisher 19 Prozent der Versicherungsprämie ebenfalls ein ermäßigter Steuersatz von 0,03 Prozent gelten, entsprechend den Schadensrisiken Hagel, Sturm, Starkregen und Überschwemmungen.


    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
    Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

    Ministerin Michaela Kaniber

    Pressereferat