Buchenstamm und -zweig mit Frühlingslaub (Foto: Jan Böhm)

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Großereignis mit Rekordbeteiligung
Forstvereinstagung 2017 in Regensburg - Forstinfo 03/2017
von Peter Hummel (AELF Schwandorf)

Über sehr großen Zuspruch für seine 68. Jahrestagung durften sich der Deutsche Forstverein sowie dessen Kooperationspartner freuen. Eine Rekordzahl von mehr als 1.200 Waldexperten traf sich unter dem Motto "Die Welt braucht Wald" vom 17. bis 21. Mai 2017 in Regensburg.

Themen waren unter anderem die nationalen und internationalen Herausforderungen, denen die Wälder weltweit gegenüber stehen wie Waldverlust, Klimawandel, Bewirtschaftungsformen und Holzerzeugung. Die Forstwirtschaft und die forstlichen Strukturen im gastgebenden Bundesland Bayern wurden ebenfalls präsentiert.

Festveranstaltung im Schloss

Mann am Rednerpult spricht vor Menschenmenge im Saal (Foto: Marcus Kühling)Zoombild vorhanden

Festveranstaltung des Forstvereins (Foto: Marcus Kühling)

Zum Auftakt fand die Mitgliederversammlung des Forstvereins im voll besetzten Atrium der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten statt. Dabei wurde Carsten Wilke als Präsident des Deutschen Forstvereins einstimmig wiedergewählt. Für den anschließenden Begegnungsabend auf der Donau fuhren zwei Schiffe der Kristallflotte flussabwärts bis zur Walhalla und wieder zurück. Die Eröffnungs- und die Festveranstaltung sowie 24 Fachseminare fanden im Schloss St. Emmeram des Fürstenhauses Thurn und Taxis einen wahrhaft festlichen Rahmen.

Der ehemalige Generalsekretär des WWF International, Dr. Claude Martin, sprach sich eindrucksvoll für die Bewahrung der tropischen Regenwälder und ein Ende von Entwaldung und Walddegradation aus. Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, bekräftigte in seiner Festrede das Bekenntnis der Bundesregierung zum Erhalt der Wälder durch eine nachhaltige Nutzung.
Forstminister Helmut Brunner am Rednerpult (Foto: Michael Friedel)Zoombild vorhanden

Forstminister Helmut Brunner
(Foto: Michael Friedel)

Der gute Zustand der heutigen Wälder sei das Ergebnis harter Arbeit. Zu einem gemeinsamen Empfang des Freistaats Bayern und der Stadt Regensburg konnten Forstminister Helmut Brunner und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer 300 geladene Ehrengäste im festlichen Neuhaussaal begrüßen. Minister Brunner ging dabei besonders auf den Bayerischen Weg der Waldbewirtschaftung unter dem Motto "Schützen und Nutzen" ein und hob die Vorzüge des Baustoffs Holz hervor.

Waldmesse als geistlicher Höhepunkt der Tagung

Bischof und weitere Geistliche, sowie Bläsergruppe vor Altar im Regensburger Dom (Foto: Bettina Mecking)Zoombild vorhanden

Waldmesse im Dom St. Peter
(Foto: Bettina Mecking)

Geistlicher Höhepunkt der Tagung war die Waldmesse im Dom St. Peter, die der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zelebrierte und die von Naturhornsolisten mit Orgelbegleitung feierlich umrahmt wurde.

In seiner Predigt betonte der Bischof die Bedeutung des Waldes als Teil der Schöpfung und dankte Forstleuten und Waldbesitzern für ihre verantwortungsvolle Sorge um den Wald.

Waldmarkt und Fachexkursionen

Marktstände und Forstmaschinen auf einem Stadtplatz (Foto: Bayerische Staatsforsten)Zoombild vorhanden

Waldmarkt in der Stadt
(Foto: Bayerische Staatsforsten)

Auf einem Waldmarkt am Neupfarrplatz im Herzen der Altstadt informierten sich viele Bürgerinnen und Bürger über moderne Waldpflege und die Möglichkeiten des Bauens mit Holz. Für die Jüngsten boten das Walderlebniszentrum Regensburg, die Bayerischen Staatsforsten, proHolz Bayern und das Holzforum Regensburger Land spannende Aktivitäten zum Thema Wald an.

Natürlich ging es auch direkt in den Wald. 45 Exkursionen führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Tagung in die Wälder der Oberpfalz und darüber hinaus teilweise bis nach Österreich und Tschechien. Auch zu Pferd, im Kanu oder auf dem Fahrrad konnten forstliche Themen erkundet werden.

Erfolg durch gute Zusammenarbeit

Dieses forstliche Großereignis war nur durch eine konstruktive Zusammenarbeit von Deutschem Forstverein, Bayerischer Forstverwaltung und Bayerischen Staatsforsten, des Bundesforsts, zahlreichen Privatwaldvertretern in Bayern und nicht zuletzt des Fürstlichen Hauses Thurn und Taxis zu schultern. Besonderer Dank gilt dem engagierten Tagungsteam der Forstverwaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg mit Försterin Ruth Mattheas und Projektkraft Diana Neuhauser, die den Großteil der Organisationsarbeiten vor Ort stemmten.

"Die 68. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins in Regensburg und im Freistaat Bayern war ein großer Erfolg. Es war unser Anspruch, die ganze Breite des Forstwesens sowohl was Inhalte angeht, aber auch was die lokale bis internationale Dimension angeht zu präsentieren, weil wir glauben, dass gerade diese Breite unser Kernanliegen ist. Von den Kollegen und Kolleginnen der Bayerischen Forstverwaltung, der Bayerischen Staatsforsten, dem Bayerischen Forstverein haben wir bei der Umsetzung dieses Grundanliegens eine superbe Unterstützung erfahren. Und zusammen mit allen anderen Akteuren aus der Stadt, aus den Forstbetrieben, von den Sponsoren haben wir gemeinsam ein tolles Ergebnis erzielt. Der Forstverein wollte Gastgeber sein und die ganze Forstfamilie von jung bis alt war zu Gast in Regensburg und in Bayern."

- Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins -

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