Buchenstamm und -zweig mit Frühlingslaub (Foto: Jan Böhm)

Internationales Lifegenmon-Treffen in Bayern
Das Erbgut der Waldbäume europaweit im Blick - Forstinfo 02-03/2018
von Mark Walter, ASP

Das Bayerische Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP) war in diesem Jahr Gastgeber für das internationale Lifegenmon-Projekttreffen in Freilassing. Neben zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerinstitutionen aus Slowenien, Griechenland und Deutschland kamen auch die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats von Lifegenmon ins Berchtesgadener Land.

Dabei handelte es sich um Dr. Sándor Bordács aus Ungarn, Professor Saša Orlović aus Serbien, Professor Dalibor Ballian aus Bosnien und Herzegowina sowie um Dr. Mari Rusanen aus Finnland. Von Seiten der Bayerischen Forstverwaltung nahmen Dr. Sebastian Höllerl und der Leiter des ASP, Dr. Alwin Janßen, teil. Außerdem unterstützte Janßens Vorgängerin, Dr. Monika Konnert, die Gesprächsrunde als externe Expertin für forstgenetisches Monitoring.

Ziel: Genetische Langzeitbeobachtungen in Europas Wäldern

Im Rahmen des Lifegenmon-Projekts sollen die Grundlagen für ein System erarbeitet werden, mit dem genetische Langzeitbeobachtungen in europäischen Wäldern möglich sind. Das Projekt läuft von 2014 bis 2020 und wird von der Europäischen Union kofinanziert. Die Hauptaufgabe des wissenschaftlichen Beirats ist es, die Verantwortlichen des Projekts hinsichtlich der Arbeitsmethoden und des Projektfortschritts zu beraten.

Interesse der Öffentlichkeit für Forstgenetik wecken

Die Projektkoordinatorin, Professorin Hojka Kraigher aus Slowenien, und Professor Phil Aravanopoulos aus Griechenland stellten die bisher erreichten wissenschaftlichen Ergebnisse vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekttreffens waren sich einig, stets auch Forstpraktiker in das Monitoring einzubinden, beispielsweise bei der Erhebung von Austriebs- und Blühdaten. Außerdem einigte man sich darauf, Referenzproben einzulagern, um eine langfristige Vergleichbarkeit von Untersuchungsergebnissen sicherzustellen.

Das Projekt soll aber nicht nur Forstexperten ansprechen, sondern auch eine möglichst breite Öffentlichkeit für forstgenetische Themen interessieren. Dr. Urša Vilhar aus Slowenien und Mark Walter vom ASP berichteten über zahlreiche Messeauftritte und insgesamt knapp 60 waldpädagogische Veranstaltungen, die sich mit genetischem Monitoring, Biodiversität und Klimawandel beschäftigten.

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