Holz, Natur, Erholung - alles auf einer Fläche
Wert meines Waldes

Wie wertvoll Ihr Wald ist, hängt natürlich nicht nur vom Geldwert ab. Also wie viel das Holz im Wald wert ist und ob sich damit Gewinn erzielen lässt, oder ob dieser als grüne „Sparkasse“ dienen kann. Genauso entscheidend ist es, welche Werte Sie mit Ihrem Wald verbinden, sei es Holznutzung, Natur, Erholung, Freizeit oder Familientradition.

Um den monetären Waldwert zu erfahren, können Sie ein Wertgutachten erstellen lassen. Ebenso hat der Wald einen großen Wert für die Gesellschaft, Umwelt und Natur. Egal wie groß oder klein die Fläche Ihres Waldes ist, Ihr Wald ist ein Mosaikstein des grünen Drittels Bayerns.

Ansprechpartner für die Erstellung von Wertgutachten

Dies sind gute Gründe, weshalb Waldbesitzer/innen stolz auf ihre Flächen sind, sie respektvoll und verantwortungsbewusst behandeln und so an ihre Kinder weitervererben.

Holzpolter an einer Waldstraße (Foto: J. Böhm)

Wirtschaftsfaktor Wald – Ein unterschätzter Riese

Rund 2,5 Millionen Hektar und damit ein Drittel der Landesfläche Bayerns sind von Wald bedeckt. Etwa eine Milliarde Kubikmeter Holz steht in diesen Wäldern. Und jede Sekunde wächst ein Kubikmeter hinzu.

Dementsprechend groß ist auch die Bedeutung des Waldes als Arbeitsplatz, Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant. Mehr als 190.000 Menschen waren 2011 in Bayern in der Forst- und Holzwirtschaft in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis beschäftigt. Im Branchenvergleich zählt der Sektor damit zu den Wichtigsten in ganz Bayern. Der Jahresumsatz des Sektors Forst und Holz belief sich im Jahr 2011 auf 37 Milliarden Euro.

Rohstoff Holz

Die Verwendungsmöglichkeiten von Holz sind vielfältig. Sie begegnen uns in unserem täglichen Leben in vielerlei Gestalt. Durch seine besonderen physikalischen Eigenschaften und seine natürliche und nachhaltige Verfügbarkeit gewinnt Holz als ökologischer Rohstoff stetig an Bedeutung. Die gestiegene Nachfrage nach Holz kommt auch den Waldbesitzern durch höhere Holzpreise zu Gute.

Holz für den Eigenbedarf

Auch für den Eigenbedarf an Holz hat Waldeigentum einen wirtschaftlichen Wert. Sowohl als Baustoff für das Eigenheim oder den neuen Stall, wie auch als Brennstoff für die eigene Heizung:
Holz ist immer eine besonders günstige und ökologische Lösung.

Abgestorbener Buchenstamm mit Moos bewachsen (Foto: J. Böhm)

Wald ist Vielfalt

Über 500 verschiedene Pflanzenarten sind in unseren Wäldern heimisch. Eine wichtige Rolle übernimmt der Wald als Bestandteil des landesweiten Netzwerkes aus Biotopen und Ökosystemen in Bayern. Die bayerischen Waldeigentümer leisten also einen großen Beitrag für die biologische Vielfalt im Wald. Nur durch die Integration der wertvollen Waldlebensräume im Rahmen einer naturnahen Waldbewirtschaftung kann es gelingen, die Biologische Vielfalt zu erhalten und zu verbessern.

Über den Wechsel von Licht und Schatten, durch die unterschiedlichen Schichtungen im Kronen-, Stamm- und Wurzelbereich der Bäume, durch Baumartenmischungen, durch Trocken- und Feuchtbereiche ist Wald von unschätzbarem Wert für die Artenvielfalt Bayerns.

Wald schafft Lebensraum

Wald ist Heimat von verschiedensten Pflanzen-, Tier- und Pilzarten. Darunter können auch seltene Tiere wie das Große Mausohr (Fledermaus), der Mittelspecht, die Wildkatze, die Gelbbauchunke oder der Hirschkäfer sein. Baumkronen, Stammhöhlen, Totholz, Erdbauten und viele weitere einzigartige Strukturen, die es nur im Wald gibt, bieten zahlreichen Säugetieren, Amphibien, Vögeln und Insekten einen Lebensraum.

Wald ist ein Trinkwasserspeicher

Wald ist über das Wurzelwerk, aber auch über die Kronen und Stämme der Bäume ein hervorragender Wasserfilter und -speicher. Regenwasser wird im Waldboden nicht nur wie in einem Schwamm gespeichert, sondern auch gefiltert. Nicht umsonst liegen zwei Drittel der Wasserschutzgebiete Bayerns im Wald. Zwei Drittel des Trinkwassers aus unseren Wäldern kann ohne weitere Aufbereitung direkt an den Verbraucher geleitet werden.

Wald ist Sauerstoffproduzent und Klimaschützer

Aus dem Klimagas Kohlenstoffdioxid und Wasser produzieren Waldbäume Holz und Sauerstoff. Das zunächst im Baum und später im geernteten Holz verbaute Kohlenstoffdioxid bleibt langfristig gebunden und entlastet das Klima.

Wald bietet Schutz

Wald bietet besonders in bergigen Regionen Schutz vor Bodenabtrag (Erosion) und Lawinen. Über sein Wurzelwerk wirkt Wald wie ein Schwamm. Gebirgs- und Auwälder können so große Mengen an Wasser aufnehmen und die Stärke von Hochwässern deutlich mindern. Als natürliche Hindernisse bremsen Wälder die Geschwindigkeit von Stürmen. Zudem halten Waldbestände Lärm, schädliche Abgase oder auch extreme Wetterereignisse vor Siedlungen und Feldern zurück.

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Zwei Spaziergänger mit Hund auf einem Waldweg (Foto: J. Böhm)

Erholungsraum und Naturgenuss

Ihr Wald ist ein starkes Stück Heimat! Für Erholung und Gesundheit spielt er gerade in der Nähe von Ortschaften und Städten eine wichtige Rolle. Erholungssuchende wie Spaziergänger und Radfahrer freuen sich über die Möglichkeit, in der freien Waldnatur Ruhe und Ausgleich zu finden.

Egal wem der Wald gehört, jeder darf die Wälder in Deutschland zum Zwecke der Erholung betreten. Die Wälder - und Ihr Wald als Teil eines großen Ganzen - ist durch sein ausgewogenes Klima, die vielfältige Waldnatur ein Ruheraum für die Bevölkerung und von großer Bedeutung in Sachen Gesundheit und Ausgleich. Hinzu kommt sein unschätzbarer Wert für den Tourismus, der vom Wald als Landschaftselement und Erholungsraum profitiert.

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Weitere Informationen

Zeichnung eines bayerischen Forstbeamten (Grafik: N. Maushake)
Unser Tipp:

Fragen kostet nichts! Unsere Beratungsförster/innen helfen bei Fragen zu Ihrem Wald gerne weiter. Mit unserem praktischen Försterfinder können auch Sie schnell Ihren zuständigen Förster finden.  

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