Die Weichen für eine sichere Zukunft stellen
Mit Saat und Pflanzung zielgerichtet verjüngen

Eine standortgerechte Verjüngung ist die Grundvoraussetzung für einen stabilen und produktiven Waldbestand. Bietet Ihnen der aktuelle Altbestand nicht die Möglichkeiten, den Wald natürlich zu verjüngen, können Sie durch künstliche Verfahren eine standortgerechte gemischte Verjüngung begründen. Dies gilt ebenso für die Wiederaufforstung nach Schadereignissen.

Welche Baumarten am Standort geeignet sind, zeigen Ihnen Standortskarten oder Sie fragen Ihre/n Förster/in. Auch zur Berücksichtigung von Risiken durch den Klimawandel gibt es spezielle Karten.

Mit Voranbau Schutz des Altbestandes nutzen

Große Freifläche im Wald, auf der teilweise Holzstämme liegenZoombild vorhanden

Nach einem großen Waldschaden muss meist künstlich verjüngt werden.
(Foto: T. Bosch)

Ist die Auswahl der Baumarten für den Generationenübergang erfolgt, müssen Sie entscheiden, wann Sie pflanzen oder säen. Schattentolerante, aber langsam wachsende Baumarten wie Buche, Tanne, Hainbuche oder Linde können schon als Voranbau, also noch im Schutz des Altbestandes gepflanzt oder gesät werden.

Unter Voranbau versteht der Fachmann die Aufzucht der jungen Bäume unter dem Schutz der alten Bäume. Dabei werden die schattigen Lichtverhältnisse genutzt, um den Bäumen einen Vorsprung gegenüber schneller wachsender aber „lichthungriger“ Vegetation zu ermöglichen. Gleichzeitig schützt der Altbestand vor Witterungsextremen. Zum Schutz der jungen Bäume ist besondere Sorgfalt bei der Fällung der Altbäume geboten.

Pflanzzeit ist Frühjahr oder Herbst

Containerpflanzen und verschiedene Arbeitsgeräte zur Containerpflanzung sind vor einem Baumstumpf aufgestelltZoombild vorhanden

Containerpflanzung
(Foto: J. Böhm)

Wurzelnackte Pflanzen sollten Sie nur während feuchter Witterungsperioden im Frühjahr oder Herbst pflanzen. Ist das Frühjahr regional erfahrungsgemäß eher trocken, pflanzen Sie am besten im Herbst, bevor der Boden gefroren ist. Die Herbstpflanzung ist besonders für Laubbäume und Lärche geeignet. Nadelbäume und spät austreibende Laubhölzer wie Esche und Eiche werden dagegen häufiger im Frühjahr gepflanzt. Nur die besonders geschützten Ballen- und Containerpflanzen können Sie auch in den Sommermonaten verwenden.

Die Düngung von Saat- oder Pflanzflächen ist nur in wenigen Ausnahmefällen notwendig. Durch die naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft in Bayerns Wälder sind in der Regel genügend Nährstoffe verfügbar.

Saatzeit

Saatzeit ist im Frühjahr von März bis Mitte Mai und im Herbst von Oktober bis Dezember. Es empfiehlt sich, die Saat in Mastjahren durchzuführen, da die Verluste durch Fraß (zum Beispiel Mäuse, Wildschweine etc.) geringer sind.

Weitere Informationen

Zeichnung eines bayerischen Forstbeamten (Grafik: N. Maushake)
Unser Tipp:

Fragen kostet nichts! Unsere Beratungsförster/innen helfen bei Fragen zu Saat und Pflanzung gerne weiter. Mit unserem praktischen Försterfinder können auch Sie schnell Ihren zuständigen Förster finden. 

Ihr Förster vor Ort

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