Biologische Vielfalt im Wald
Natura 2000 - Für Waldbesitzer

Nur wenn alle Betroffenen umfassend beteiligt werden, kann der Schutz des Natura 2000-Netzwerks gelingen. Bis 2019 soll für jedes Gebiet ein Managementplan erstellt werden.

Försterin im Gespräch mit zwei Waldbesitzern. Im Hintergrund ein Biotopbaum.Zoombild vorhanden

Foto: Nikolaus Urban


Der Managementplan ist Leitlinie des staatlichen Handelns, er hat keine rechtliche Bindungswirkung für die ausgeübte Nutzung durch den Grundeigentümer. Im Managementplan werden gebietsspezifisch Informationen zu den vorhandenen Schutzgütern und ihrem Erhaltungszustand erarbeitet sowie erforderliche Maßnahmen dargestellt.

Diese Maßnahmen sollen vorrangig über freiwillige Leistungen der Eigentümer bzw. Bewirtschafter umgesetzt und mit Fördermitteln finanziert werden.

Auftaktveranstaltung

Bevor ein Gebiet bearbeitet wird, werden die Waldbesitzer bei den Auftaktveranstaltungen in den einzelnen Gebieten informiert. Die Grundlagen und Hintergründe von Natura 2000 sowie das örtliche Gebiet werden vorgestellt.
Grundsätzlich wird jeder Grundbesitzer im Gebiet persönlich zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Für Großgebiete mit vielen hundert bis unter Umständen mehreren tausend Grundbesitzern sind Sonderlösungen erforderlich, die den Verwaltungsaufwand im Rahmen halten.

Runder Tisch

Mehrere Personen beugen sich über eine am Boden ausgebreitete Karte. (Foto: Klaus Stangl)

Grundbesitzer und Verbandsmitglieder erörtern die Maßnahmenplanung eines Natura 2000-Management-plans. (Foto: Klaus Stangl)

Am Runden Tisch können aus Betroffenen Beteiligte werden, die sich informieren, ihre Bedenken und Sorgen offen legen, aber auch ihre Ideen und Möglichkeiten einbringen.

Grundsätzlich wird daher für jedes Natura 2000-Gebiet ein Runder Tisch eingerichtet, an dem die Managementpläne für jeden transparent diskutiert werden. Mit am Tisch sitzen können grundsätzlich alle Grundbesitzer, Behörden und Kommunen sowie die örtlichen Verbände des Waldbesitzes und Naturschutzes.

Ziele des Runden Tisches sind die Beratung der verantwortlichen Fachbehörden, die Identifizierung und Lösung von Konflikten und "Brennpunkten" sowie die Vermittlung von Bewusstsein, Wissen, Respekt, Verantwortung und auch Stolz auf die wertvollen Naturgüter unserer Heimat. Für die Landnutzer bietet sich die Chance, Handlungsspielräume abzusichern.

Zu den die Managementplanung begleitenden Sitzungen des Runden Tisches erfolgen öffentliche Bekanntmachungen über die Presse sowie persönliche Einladungen an alle Beteiligten, die dies wünschen.

Beratung und Förderung

Neben dem Runden Tisch besteht für alle Waldbesitzer die Möglichkeit der kostenlosen Beratung durch die Gebietsbetreuer der Forstverwaltung. Sie beantworten fachliche und rechtliche Fragen, beraten zu waldbesitzindividuellen Lösungen für die Umsetzung von Natura 2000 und informieren über Förderungsmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) der Waldbesitzer

Natura 2000 ist eine komplexe Materie. Die wichtigsten und häufigsten Fragen aus Sicht der Waldbesitzer haben wir nachfolgend zusammengestellt:
FAQs - Fachliche Themen

Wie viele Natura 2000-Gebiete gibt es und wie viel Wald enthalten sie? Wie verteilt sich die Natura 2000-Waldfläche in Bayern auf die Besitzarten? Warum wurde gerade dieses Gebiet ausgewählt, in dem mein Wald liegt? … 

Natura 2000 FAQs - Fachliche Themen

FAQs - Managementplan

Was genau ist der Managementplan? Gibt es eine einheitliche Gliederung? Wie läuft die Erstellung des Managementplans bei Federführung Forstverwaltung ab? … 

Natura 2000 FAQs - Managementplan

FAQs - Runder Tisch

Welche Ziele hat der Runde Tisch? Was kann der Runde Tisch entscheiden? Wo liegen seine Grenzen? Wer entscheidet am Runden Tisch? … 

Natura 2000 FAQs - Runder Tisch

Weitere Informationen

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