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Agrarpolitik
Der Bayerische Weg

Weiß-blauer Himmel, saubere Seen, grüne Wälder, goldene Äcker, saftige Wiesen und Almen in idyllischen Landschaften – diese einzigartige Kulturlandschaft Bayerns gibt es nicht ohne die Gemeinwohlleistung unserer bäuerlichen Familienbetriebe.

Eine Politik, die allein auf die freien Kräfte des Marktes setzt, führt langfristig zu agrarindustriellen Strukturen und zu Agrarsteppen. Das lehnt unsere Gesellschaft zu Recht ab.

Agrarpolitik ist Gesellschaftspolitik

Kulturlandschaft mit Kühen
Bayern geht daher seit langem einen eigenständigen und erfolgreichen Weg, der Agrarpolitik als Gesellschaftspolitik versteht: Den Bayerischen Weg. Dieser Bayerische Weg bedeutet, dass das Leitbild des bäuerlichen Familienbetriebs mit einer flächendeckenden Landbewirtschaftung als Zukunftsmodell ständig weiter entwickelt wird. Die Bayerische Staatsregierung will eine flächengebundene, ressourcenschonende und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Es entspricht den bayerischen wertkonservativen Vorstellungen, dass wir die Schöpfung achten, das Erbe als Verpflichtung verstehen sowie verantwortungsvoll mit Grund und Boden umgehen. Die Landwirtschaftsverwaltung setzt auch weiterhin auf Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht, Eigenverantwortung vor staatlicher Regulierung, wie bei den freiwilligen Agrarumweltmaßnahmen.

Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum eröffnen

Der Bayerische Weg heißt nicht, dass jede Entwicklung zeitverzögert in Bayern ankommt. Zum Bayerischen Weg gehört auch die Erkenntnis, statt einem „Wachsen oder Weichen“ möglichst vielen aktiven Landwirten Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum zu eröffnen, u.a. durch Diversifizierung, also weiteren wirtschaftlichen Standbeinen innerhalb und außerhalb der Landwirtschaft wie Urlaub auf dem Bauernhof oder Energiegewinnung.

Dialog mit der Gesellschaft vertiefen

Rundgang zur Besichtigung von Stallungen, Weiden und Schlachthaus; v.l.n.r. Erika Sauer, Andreas Meier, Landrat, Lkr. Neustadt an der Waldnaab, Hermann Ach, 1. Bürgermeister Moosbach, Petra Dettenhöfer, MdL
Gerade in der gegenwärtigen Agrarmarktkrise, insbesondere bei der Milch-, Getreide- und Schweinefleischproduktion, will das Landwirtschaftsministerium einen Pakt gemeinsam mit den Land- und Forstwirten und den Bürgerinnen und Bürger für eine moderne, soziale, wettbewerbsfähige Land- und Forstwirtschaft erarbeiten. Die Lebensqualität und Attraktivität der Tourismusregionen kann nur durch eine flächendeckende Landbewirtschaftung gesichert werden. Ganz bewusst will die Landwirtschaftsverwaltung den Dialog mit der gesamten Gesellschaft erweitern und vertiefen, um den Mehrwert heimischer regionaler Lebens- und Nahrungsmittelproduktion für jeden Verbraucher sichtbar zu machen.

Digitalisierung in der Landwirtschaft voranbringen

Und in der Zukunft? Die Digitalisierung eröffnet insbesondere der bäuerlichen Landwirtschaft riesige Chancen: gezielter und damit reduzierter Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, effiziente Technik in der Tierhaltung, Unterstützung des Tierwohlaspekts sowie einen überbetrieblichen Maschineneinsatz. Die Bioökonomie bietet gerade der Land- und Forstwirtschaft neue Möglichkeiten, denn sie beruht auf der Erzeugung und Verwertung biogener Rohstoffe. Sie stellt den Rahmen für einen wirtschaftlichen Strukturwandel dar.

Bayern. Die Zukunft.

Dank der Politik des Bayerischen Wegs liegt der Strukturwandel aktuell in der bayerischen Landwirtschaft bei nur 1,1% jährlich – so niedrig wie seit langem nicht. Der Bayerische Weg war und bleibt richtig! Die Landwirtschaftsverwaltung wird ihn konsequent weitergehen für unsere Heimat: Bayern. Die Zukunft.
Die Lebensthemen Landwirtschaft, Ernährung, Wald und Forst sowie Ländliche Entwicklung haben Zukunft
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