Johanna
Mein Leben im Wohnheim – Johanna erzählt

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Meine Ausbildung absolviere ich an einer zweijährigen Vollzeitschule. Derzeit bin ich in der 12. Klasse der Berufsfachschule (BFS) für Ernährung und Versorgung in Miesbach. Da ich aber nicht direkt ums Eck wohne, habe ich mich dazu entschieden, für meine Ausbildung in ein Wohnheim zu ziehen.

Heute erzähle ich dir von meinem Alltag im Wohnheim und weshalb ich mein Leben dort nicht mehr missen möchte.

Zwei Mädchen mit Botschafterin Johanna beim Bergwandern
Ich habe mich gefreut, dass ich mich im Wohnheim so wohlfühle. Auch in der Schule fand ich sofort Anschluss. Viele meiner Mitschülerinnen und Mitschüler reisen, genauso wie ich, aus weiter Entfernung an. Im Wohnheim sind wir schnell eine große Familie geworden. Und falls jemand einmal Heimweh hat, finden wir schnell eine Ablenkung. Neulich sind wir beispielsweise spontan zum Bergwandern gegangen. Diese wunderschönen Momente lassen uns andere Sorgen schnell vergessen. Falls du eine Freundin hast, die denselben Berufsweg wie du gehen möchte, ist das natürlich ideal. Dann kannst du dir mit ihr im Wohnheim auch ein Doppelzimmer teilen. So fällt der Anschluss an andere Leute noch leichter.

Abwechslungsreich, spannend, familiär

Johanna gemeinsam mit Mitschülerin beim Hausaufgaben machen
Mein Alltag im Wohnheim ist sehr abwechslungsreich. Morgens stehe ich mit meiner Zimmernachbarin auf und wir machen uns gemeinsam für den Schultag fertig. Dabei hören wir immer unsere Lieblingsmusik. Das macht das Aufstehen noch leichter. Zusammen mit den anderen Mitbewohnerinnen geht es dann auch schon in die Schule. In meinem Wohnheim gibt es natürlich nicht nur Hauswirtschafterinnen, sondern z. B. auch Studierende der Fachakademie, die dort eine Fortbildung zur Betriebswirtin machen. Das macht das Leben im Wohnheim so spannend. Aber dazu später mehr.
Drei junge Frauen im Gespräch miteinander.
Mittags essen wir gemeinsam in der Schule. Dabei tauschen wir uns fleißig über den neuesten Klatsch und Tratsch aus und besprechen unsere Freizeitgestaltung am Abend. Sport, Basteln, Lesen – alles ist möglich. Bei uns würde man sagen: "Mir ham a rechte Gaudi."
Ein Höhepunkt unter der Woche ist unser gemeinsamer Smoothie-Donnerstag. Bei neuen Rezepten können wir unsere hauswirtschaftlichen Fähigkeiten testen und uns gegenseitig Tipps zur Ernährung geben.

Hier ist keiner alleine

Johanna erklärt einem Kollegen in einer Küche etwas zur Ernährung.
In meinem Wohnheim leben nicht nur Hauswirtschafterinnen, sondern auch Studierende der Fachakademie, angehende Erzieherinnen und Erzieher sowie Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule. Es hat viele Vorteile, dass wir so eine gemischte Truppe sind. Bei Fragen von der Fleckenentfernung bis hin zum Betriebswirtschaftsunterricht helfen und unterstützen wir uns gegenseitig. Auch wenn du dir Gedanken machst, welche Fortbildung zu dir passen könnte, erhältst du im Wohnheim einen wunderbaren Einblick. Dabei kannst du den Älteren natürlich alle Fragen stellen, die dich interessieren.

Was bietet so ein Wohnheim eigentlich?

Jedes Wohnheim ist anders und ermöglicht verschiedene Freizeitaktivitäten. Auch die Schule bietet in der Regel immer mal wieder kleinere Ausflüge an. Eigentlich haben wir alles, was man benötigt, um sich von einem stressigen Tag zu erholen.

Unser Wohnheim zum Beispiel hat:

  • ein Internetcafé
  • verschiedene Aufenthaltsräume
  • einen Fitnessraum
  • ein Klassenzimmer zum Lernen
  • Gemeinschaftsküchen
  • einen Waschraum
  • ein Musikzimmer
  • eine Tischtennisplatte
  • rundherum Berge und Seen

Muss ich nach der Schule noch kochen?

Smoothie-Bowl mit Beeren und Haferflocken
Wenn du dich abends mit deinen Mitbewohnerinnen nicht noch spontan zu einer gemeinsamen Kochsession triffst oder dir selbst etwas zubereiten möchtest, musst du nicht kochen. Mittags können wir immer an der Schule essen. Ansonsten stehen die Gemeinschaftsküchen jeder Bewohnerin und jedem Bewohner des Wohnheims offen. Das Bild gibt einen Einblick in unseren Smoothie-Donnerstag.

Wie viel zahle ich für einen Platz im Wohnheim?

Ein Einzelzimmer kostet 410 Euro, ein Doppelzimmer 340 Euro. Insgesamt hat das Wohnheim Platz für 80 Schülerinnen und Schüler. Auch unter dem Jahr kann man sich entscheiden, in das Wohnheim zu ziehen, sofern noch Plätze frei sind. Eigentlich ist das Wohnheim ein reines Schülerinnen-Wohnheim, aber unterdessen gibt es auch Plätze für Jungs, allerdings getrennt von den Mädchen (zwei Etagen Mädchen und zwei Etagen Jungs).

Für jeden das Richtige

Porträt der Botschafterin Johanna
Wenn du dir jetzt die Frage stellst "Ist ein Wohnheim wirklich was für mich?", rate ich dir aus Überzeugung dazu. Gemeinschaft, Freizeit und Streiche – das macht das Leben im Wohnheim aus. Ich bin mir sicher, dass ich mein Leben im Wohnheim nach meinen zwei Jahren Ausbildung vermissen werde. Alle meine Mitbewohnerinnen mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten und Interessen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wenn du während deiner Ausbildung im Wohnheim leben möchtest, kannst du dich am besten vor Ort informieren, welche Wohnheime es gibt und was sie dir so bieten. Natürlich habe auch ich jederzeit ein offenes Ohr für dich, wenn du Fragen zum Leben im Wohnheim und zur hauswirtschaftlichen Ausbildung hast. Ich freue mich von dir zu hören! Deine Johanna