Revierjäger / Revierjägerin: Ich schütze Wildbestände, nicht (nur) Daten

Nimm deine Zukunft ins Visier: Als Revierjäger oder Revierjägerin wirst du zum Profi rund um die wald- und wildgerechte Jagd – und setzt dich für die heimische Pflanzen- und Tierwelt ein. Finde heraus, was dich in dieser spannenden Ausbildung erwartet!

Aktualisiert am: 27.07.2026
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Person im Wald schaut durch Fernglas© Dieses Bild wurde mithilfe von KI erzeugt.

Weidmannsheil! Auf geht’s in eine unersetzliche Zukunft!

In diesem Beruf machst du den Wald zu deinem Arbeitsplatz: Denn als Revierjäger oder Revierjägerin ist es deine Mission, Wildbestände, Lebensräume und die jagdliche Nutzung im Gleichgewicht zu halten.

Dafür bewirtschaftest du Jagdreviere, beobachtest und regulierst Wildbestände und trägst so dazu bei, die Lebensgrundlagen heimischer Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Vom Natur- und Umweltschutz über die Interessen der Land- und Forstwirtschaft bis hin zu den Bedürfnissen der Gesellschaft: Du bringst unterschiedliche Anforderungen zusammen und sorgst für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wild und Natur.

Deine Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung als Revierjäger oder Revierjägerin dauert regulär 3 Jahre, lässt sich aber in den meisten Fällen und unter bestimmten Voraussetzungen auf 2 Jahre verkürzen. Neben deinem Ausbildungsbetrieb besuchst du in Blockform die Berufsschule Traunstein, die dir die wichtigsten theoretischen Grundlagen nahebringt.

Dein Weg zum Revierjäger oder zur Revierjägerin führt dich über die klassische duale Ausbildung: In deinem Ausbildungsbetrieb bringst du dich von Anfang an praktisch ein und lernst, worauf es in der Praxis wirklich ankommt. An der Berufsschule Traunstein erhältst du im Blockunterricht das passende theoretische Know-how, das dein Können untermauert. Hinzu kommen vielfältige überbetriebliche Ausbildungsangebote, z. B. Schulungen am Forstlichen Bildungszentrum Laubau oder Besuche der bayerischen Nationalparks.

Deine 3-jährige Ausbildungszeit kannst du als angehender Revierjäger oder angehende Revierjägerin in den meisten Fällen auf 2 Jahre verkürzen – etwa, wenn du bereits eine andere Berufsausbildung abgeschlossen hast, die (Fach-)Hochschulreife mitbringst oder bereits ein Berufsfachschuljahr (in Niedersachsen) absolviert hast. Mit einer dieser Qualifikationen hast du die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Der Beruf der Revierjägerin bzw. des Revierjägers hält viele abwechslungsreiche Aufgaben für dich bereit:
  • Reviermanagement: Du lernst, Wildbestände zu ermitteln und Jagden im Revier zu planen und zu organisieren.
  • Wildbewirtschaftung und -verwertung: Du erfährst, wie du Wild fachgerecht und tierschutzgerecht bejagst, erlegtes Wild hygienisch versorgst, zerwirkst und vermarktest.
    
  • Naturschutz und Reviergestaltung: Du lernst ökologische Zusammenhänge kennen und verstehst, wie du Lebensräume für Wildtiere erhältst und gestaltest sowie Tier- und Artenschutz praktisch umsetzt.
  • Jagdgeräte: Du machst dich mit Jagdwaffen, Munition, Optik und weiteren Geräten vertraut.
  • Recht und Wildschäden: Du tauchst in die rechtlichen Grundlagen der Jagd ein und lernst, Wildschäden zu vermeiden, zu erfassen und zu dokumentieren.
  • Jagdhunde: Du erfährst, worauf es bei der Haltung und Ausbildung von Jagdhunden ankommt.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Naturpädagogik: Du lernst, Führungen und Informationsangebote zu gestalten und anderen Menschen Wissen über Wildtiere, Jagd und Natur zu vermitteln.
Als Revierjäger oder Revierjägerin bist du an unterschiedlichen Einsatzorten gefragt. Für welchen entscheidest du dich?
  • Private Jagd- und Forstbetriebe
  • Kommunale Jagd- und Forstverwaltungen
  • Staatliche Forstbetriebe
  • Jagd-, Forst- und Naturschutzverbände
  • Schutzgebiete und Einrichtungen des Naturschutzes
  • Jagdschulen und Einrichtungen der jagdlichen Aus- und Weiterbildung
  • Öffentlichkeitsarbeit sowie Waldpädagogik
    

Was du mitbringen solltest

Für die Ausbildung zum Revierjäger oder zur Revierjägerin benötigst du keinen bestimmten Schulabschluss. Gute Chancen hast du mit einem guten Mittelschulabschluss. Außerdem von Vorteil: Ein gültiger Jagdschein und ein Führerschein der Klasse B.

Was sonst noch wichtig ist:
  • Begeisterung für Natur, Wildtiere und ökologische Zusammenhänge  
  • Freude an der Arbeit im Freien
  • Körperliche Fitness und Wetterfestigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein und ein sicherer Umgang mit Jagdwaffen
  • eine sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise
  • Freude an der Arbeit mit Jagdhunden
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten

Abschluss ohne Ausbildung?

Du hast bereits mehrere Jahre im Jagdbetrieb gearbeitet und möchtest deinen Abschluss auch ohne vorangegangene Ausbildung absolvieren? Mit der Externenprüfung kannst du deine Abschlussprüfung unter bestimmten Voraussetzungen nachholen.

Mehr Informationen - Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim externer Link

Mehr Informationen zu deiner Ausbildung

Überzeugt? Hier findest du mehr Infos zu deinen möglichen Ausbildungsbetrieben und Fortbildungen.