Klimaladen – Eine Ausstellung zum klimabewussten, nachhaltigen Konsum
LEADER zeigt, wie Jeans, Handys oder ein Netz Orangen das Klima verändern

"Was hat mein Konsum mit dem Klima zu tun?" Die Wanderausstellung "Klimaladen" gibt Antworten auf diese Frage und zeigt auf, welchen Einfluss unsere täglichen Kaufentscheidungen auf das Klima haben und wie nachhaltiger Konsum gelingen kann.

Ende 2019 ging das LEADER-Projekt "Klimaladen" an den Start und konnte schon in vielen Schulen der Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen an der Ilm und der Stadt Ingolstadt den Schülerinnen und Schülern das Thema klimabewusstes Alltagshandeln näherbringen, denn klimabewusst einkaufen will gelernt sein.

Interaktive Wanderausstellung – Anleitung zum klimabewussten Einkaufen

"Klimaladen" ist der Titel einer interaktiven Wanderausstellung, die sich vorrangig dem nachhaltigen Konsum widmet und der Frage nachgeht, wie das Einkaufsverhalten das Klima beeinflusst. Hauptzielgruppe sind Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen, die von eigens geschulten Referenten in interaktiven Workshops durch die Ausstellung geführt werden. So kann sich jede und jeder Einzelne damit auseinandersetzen, welchen Einfluss die täglichen Kaufentscheidungen auf Umwelt, Klima, Produktionsbedingungen etc. haben und wie nachhaltiger Konsum gelingen kann.

Alle Besucherinnen und Besucher sollen für das Thema sensibilisiert und gleichzeitig animiert werden, ihr neu gewonnenes Wissen in die Praxis umzusetzen.
Die Ausstellung ist in zwei Bereiche unterteilt: Im Klimaladen können die "Kunden" fiktiv einkaufen. Beim Einkauf dürfen die Teilnehmer mittels einer vorher ausgegebenen Einkaufsliste frei wählen, d. h. sie können in allen Abteilungen aus einer bunten Produktpalette wählen. Ob verpackte oder frische Waren, bio oder konventionell, regional oder mit weitem Transportweg, saisonal oder nicht, Fastfood oder Slowfood, fair oder sozial unverträglich, alles ist im Angebot.

Im Anschluss wird der "Einkauf" bei einem Rundgang durch die Auswertungsabteilung beurteilt. Hier werden die klimarelevanten, ökologischen und sozialen Hintergründe zu verschiedenen Themen wie Lebensmittel, Energie, Mode, Papier- und Schreibwaren, Abfall (Plastik, Alu…) oder Handy erläutert.

Nach der rund 90-minütigen Führung lässt sich gut einschätzen wie hoch z. B. der CO2-Ausstoß oder der Energie- und Wasserverbrauch der einzelnen Produkte ist.

LEADER hilft beim Einkaufen das Klima zu schützen

Dank einer LEADER-Förderung in Höhe von rund 25.600 Euro konnte dieses bemerkenswerte Kooperationsprojekt verwirklicht werden. Es wurde unter der Federführung der LAG Pfaffenhofen zusammen mit den Lokalen Aktionsgruppen Altbayerisches Donaumoos, Altmühl-Donau und Altmühl-Jura auf den Weg gebracht. Die Energie- und Klimaschutzbeauftragten der Region haben die Ausstellung initiiert, konzipiert und umgesetzt.

Corona-bedingt ist die Wanderausstellung seit Oktober 2020 beim Landratsamt Pfaffenhofen eingelagert. Die Zeit der Ausstellungspause wurde jedoch genutzt, um für den Klimaladen ergänzende Unterrichtsmodule auszuarbeiten, die von den Lehrkräften in Eigenregie Corona-konform umgesetzt werden können. Bisher liegen zwei Module "Die Reise meines Burgers" sowie "Die Reise meiner Jeans" in verschiedenen Schwierigkeitsgraden vor.

Sobald wie möglich wird die Wanderausstellung wieder in weiteren Schulen zum Einsatz kommen. Geplant ist auch eine Präsentation auf der Landesgartenschau in Ingolstadt.

Nach Abschluss der LEADER-Projektlaufzeit im Juli 2021 wird das Umweltreferat der Stadt Ingolstadt die Ausleihe und Referenteneinsätze koordinieren. Interessenten können sich hier an die Ansprechpartnerin Sandra Wildmoser wenden. Der nachhaltige Einsatz in der Umweltbildung ist durch das Engagement der Klimaschutzbeauftragten in der Region sichergestellt.

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