Wie Ausbildungsbetriebe mit Social Media sichtbar werden

Über Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube informieren sich Jugendliche gezielt über Ausbildungsberufe und Unternehmen. Für Ausbildungsbetriebe heißt das: Seien Sie dort präsent, wo Ihre Zielgruppe ist. Zeigen Sie, was Ausbildung in der Hauswirtschaft attraktiv macht.

Aktualisiert am: 25.08.2026
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Eine junge Frau hält ein Handy und zeigt ein Hotelfrühstücksbuffett hinter ihr in die Kamera © Smarterpix / diego_cervo

Mit einer klaren Strategie zum Erfolg

  • Stärken benennen: Was macht Ihren Betrieb besonders? (Arbeitsklima, Weiterbildung, Spezialisierung) 
  • Zielgruppen verstehen: Werte der jungen Generation aufgreifen (Sicherheit, Sinn, Work-Life-Balance)
  • Themen wählen: Welche Inhalte beantworten Bewerberfragen? (Bewerbungsablauf, Alltag, Entwicklungsmöglichkeiten)
  • Content-Plan erstellen: Regelmäßigkeit vor Häufigkeit – lieber verlässlich posten als täglich unkoordiniert.

Die richtige Plattform gezielt nutzen

  • Instagram: ideal für Storytelling und Einblicke hinter die Kulisse, v.a. für 18 – 34-Jährige
  • TikTok: kreativ, authentisch, Blick hinter die Kulissen, Challenges, ideal für junge Zielgruppen (16-24 Jahre) und Trends
  • YouTube: längere Einblicke, z.B. „Ein Tag mit…“, Erklärvideos
  • Facebook: informiert eher Eltern und Angehörige

Passen Sie Ton, Länge und Formate an die jeweilige Plattform und Zielgruppe an.

Die drei Content-Säulen: informieren, unterhalten und einbinden

Für die Entwicklung von Social-Media-Inhalten können sich Ausbildungsbetriebe am 4E-Modell des digitalen Marketings orientieren. Für die Ausbildungsrekrutierung in der Hauswirtschaft wird das Modell in drei praxisnahe Content-Säulen übertragen: Information, Entertainment und Engage. Die drei Kategorien helfen dabei, unterschiedliche Interessen junger Menschen anzusprechen und abwechslungsreiche Inhalte zu planen.

  • Information: Vermitteln Sie konkrete Informationen, die Bewerberinnen und Bewerber bei ihrer Entscheidung unterstützen. Dazu gehören beispielsweise der Bewerbungsablauf, Ausbildungsinhalte, Arbeitszeiten, Vergütung, Weiterbildungsmöglichkeiten oder ein typischer Arbeitstag in der Hauswirtschaft.
  • Entertainment: Sorgen Sie für Aufmerksamkeit und Sympathie. Zeigen Sie humorvolle Momente, Challenges, Trends oder besondere Situationen aus dem Arbeitsalltag. Auch ein kurzer Blick hinter die Kulissen oder ein spontaner Team-Moment kann Interesse an Ihrem Betrieb wecken. Wichtig ist, dass die Inhalte zum Betrieb passen und authentisch bleiben.
  • Engage: Binden Sie Ihre Community aktiv ein und treten Sie mit ihr in den Austausch. Stellen Sie Fragen, führen Sie Umfragen durch oder greifen Sie Themenwünsche Ihrer Zielgruppe auf. Fragen Sie beispielsweise, welche Bereiche der Ausbildung Jugendliche besonders interessieren oder welche Einblicke sie sich als Nächstes wünschen.

Die drei Säulen lassen sich miteinander verbinden. Ein Beitrag über einen Tag der offenen Tür kann beispielsweise über die Ausbildung informieren, durch persönliche und unterhaltsame Eindrücke Interesse wecken und mit einer Frage an die Community zur Interaktion einladen. Content muss dabei nicht aufwendig produziert werden. Oft liefern alltägliche Situationen oder bereits bestehende Anlässe im Betrieb zahlreiche Ideen. Wichtig ist eine ausgewogene Mischung aus informierenden, unterhaltsamen und interaktiven Inhalten. So wird sichtbar, was eine Ausbildung in der Hauswirtschaft auszeichnet: abwechslungsreiche Aufgaben, Teamarbeit und echte Entwicklungsmöglichkeiten.

Authentizität vor Perfektion

Echte Einblicke wirken stärker als perfekt produzierte Inhalte. Lassen Sie Azubis mitsprechen, zeigen Sie kleine Fehler und Erfolge – das schafft Vertrauen und Nähe.

Informationen und Quellen

Nähere Informationen und Arbeitsblätter zur Vorbereitung Ihres Contents finden Sie auf den Seiten des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA):

Quellenhinweis: Die drei Content-Säulen orientieren sich am 4E-Modell des digitalen Marketings nach Grewal und Levy. Für den Bereich der Ausbildungsrekrutierung wurde das Modell praxisorientiert angepasst: Information knüpft an „Educate“, Entertainment an „Excite“ und „Experience“ sowie Engage an „Engage“ an (vgl. Grewal & Levy 2022, Kapitel 3)