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Schleching
Gütesiegel "flächenbewusste Kommune" für die Gemeinde Schleching

Als einer von vier Preisträgern wurde Schleching mit dem neuen staatlichen Gütesiegel „flächenbewusste Kommune“ geehrt. In der Gemeinde und in der Dorferneuerung Schleching ist Flächensparen schon lange verwurzelt. Nun wurde die Achentalgemeinde für ihre innovativen Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs ausgezeichnet.

Die Preise verliehen Bauminister Dr. Hans Reichhart und Umweltminister Thorsten Glauber im Rahmen des 7. Bayerischen Flächenspar-Forums am 9. Oktober 2019 in Regensburg. Das neue staatliche Gütesiegel "flächenbewusste Kommune" soll Anreize für Kommunen schaffen, das Thema Flächensparen zielgerichtet voranzubringen. Mit den Förderinitiativen „Innen statt Außen“ sowie „Flächenentsiegelung“ werden bei den Gemeinden spürbare Impulse gesetzt, die Innenentwicklungspotentiale zu nutzen und den Flächenverbrauch zu reduzieren.

Im bayerischen Bergsteigerdorf Schleching kommt der Nachhaltigkeit bei der Gemeindeentwicklung eine wesentliche Rolle zu. Der Gemeinderat hat sich zudem klar zu einer gemeinwohlorientierten Baulandentwicklung bekannt. Die Gemeinde Schleching initiierte bereits Mitte der 1990er Jahre das Ökomodell Achental. Schon damals waren die Ziele der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft, Sicherung der landwirtschaftlichen Betriebe, Förderung und Entwicklung eines naturverträglichen Tourismus und Gewerbes sowie eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger.

In der Dorferneuerung Schleching verfolgen die Gemeinde und die Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Schleching III eine ganzheitliche, ökologische und zukunftsorientierte Gemeindeentwicklungsstrategie. Der schonende und nachhaltige Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen, und somit auch mit den zur Verfügung stehenden Flächen, ist seit Jahrzehnten in der Gemeinde tief verwurzelt.

In Schleching wurde eine Vielfalt von Maßnahmen zur Innenentwicklung und zum Flächensparen ergriffen. So gibt es eine aktuelle Flächenmanagement-Datenbank, es wurden Grundsätze für die zukünftige Baulandentwicklung beschlossen, eine Vorkaufsrechtssatzung erlassen und kleinflächiges Bauland für junge Familien ausgewiesen. Entscheidend ist bei dem Thema besonders die aktive Kommunikation. Die Gemeinde sprach die Grundeigentümer von Baulücken und leerstehenden Immobilien direkt an. Zudem wurde die Innenentwicklung zum Thema gemacht.

Mittlerweile öffnete in einem ehemals leerstehenden Gebäude ein genossenschaftlich getragener Dorfladen seine Pforten. Im selben Gebäude wurde eine barrierefreie Senioren-Wohngemeinschaft eingerichtet. Auch der Kindergarten, die Feuerwehr sowie Räume für die örtlichen Vereine fanden in ehemals leerstehenden Gebäuden ihren Platz.
Das Beispiel Schleching zeigt, dass auf kommunaler Ebene, insbesondere auch mit den Instrumenten der Ländlichen Entwicklung, der Flächenverbrauch wirksam reduziert werden kann. Denn eines steht fest: Boden ist nicht vermehrbar!
Titelseite der Flächenmanagementdatenbank

Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern

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Der Dorfplatz in Schleching mit dem Rathaus

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Schulkinder auf dem Dorfplatz in Schleching

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Das Haus mit dem Dorfladen und den Seniorenwohnungen in Schleching

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Das neue Feuerwehrhaus in Schleching

Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern

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