Presseinformationen Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz
Arbeitstreffen der ILE-Umsetzungsbegleiter*innen in der Oberpfalz

Gruppenfoto der Teilnehmer vor einem historischen Gebäude aus Sandstein.

(10. September 2020) Hahnbach - Auf Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz trafen sich die Umsetzungsbegleiter*innen der Integrierten Ländlichen Entwicklungen in der Oberpfalz zum ersten gemeinsamen Arbeitstreffen in Hahnbach.

In den Vorjahren kamen die Vertreter der oberpfälzer Integrierten Ländlichen Entwicklungen (kurz ILE) alljährlich im Herbst zu einer großen Tagung zusammen. Da diese aufgrund der Covid-19-Pandemie heuer nicht stattfinden kann, suchte das Amt nach Alternativen. Bei dem ersten oberpfälzer Arbeitstreffen lag der Fokus darauf, sich persönlich besser kennenzulernen, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Gastgeberin war die ILE Arbeitsgemeinschaft Regionalentwicklung Obere Vils-Ehenbach mit Sitz in Hahnbach.

In der Vorstellungsrunde berichteten die Umsetzungsbegleiter*innen über ihre Mitgliedsgemeinden, die Besonderheiten der Regionen, ihre Aufgaben, die Organisationsstrukturen und laufende Projekte. Dabei wurde eines schnell klar: Die ILE-Regionen in der Oberpfalz unterscheiden sich und haben dennoch viele Gemeinsamkeiten. Sie haben verschiedene Rechtsformen, sind personell unterschiedlich stark besetzt, arbeiten teilweise schon seit vielen Jahren zusammen oder sind erst vor kurzem neu gegründet worden. Viele durchlaufen ähnliche Prozesse und alle verfolgen das gleiche Ziel: Den ländlichen Raum durch gemeinsame Projekte stärken.

Innerhalb der ILE-Regionen wurde viel fachspezifisches Wissen angehäuft. Dieses in einem Netzwerk regelmäßig auszutauschen, drängt sich förmlich auf und die Zielsetzung liegt klar auf der Hand: Voneinander lernen, das Rad nicht immer neu erfinden müssen - bei dem, was gut funktioniert, aber auch da, wo es in der Praxis Probleme gibt. Das Arbeitstreffen war aber nicht nur eine Runde zum Kennenlernen. Es wurde auch über aktuelle Themen der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, beispielsweise über das neue Regionalbudget, diskutiert. Michael Neft vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz führte durch den Tag.

Das Arbeitstreffen soll künftig regelmäßig stattfinden und eine Ergänzung des großen Netzwerktreffens alljährlich im Herbst darstellen. Das nächste Arbeitstreffen wird in der ILE AG Schwarzach-Regen stattfinden.

Das Instrument der Integrierten Ländlichen Entwicklungen gibt es in Bayern bereits seit dem Jahr 2005. In den letzten 15 Jahren schlossen sich bayernweit bereits 892 Kommunen in Integrierten Ländlichen Entwicklungen zusammen. Ohne die eigene Identität einzelner Gemeinden aufzugeben, erarbeiten die interkommunalen Verbünde gemeinsame Lösungen zu aktuellen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Herausforderungen. Vielfach werden Einsparmöglichkeiten für zukunftsweisende Synergiemaßnahmen erschlossen, die wirtschaftlich und nachhaltig nur gemeinsam geplant und ausgeführt werden können. Wichtige Aufgabenfelder sind beispielsweise die Orts- und Innenentwicklung im ländlichen Raum oder die Themen Biodiversität, Digitalisierung und Alltagsversorgung.
Gruppenfoto der Teilnehmer vor einem historischen Gebäude aus Sandstein.

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