Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Denkmalgeschütztes Stockhaus in Einzellage bleibt der Kulturlandschaft als baukulturelles Erbe erhalten

Saniertes 3-geschossiges Bauerhaus; OG und DG sind in Holzblockbauweise; das EG ist massiv und weiß

Die Sanierung und Wiederbelebung des denkmalgeschützten ehemaligen Wohnstallhauses aus dem Jahr 1739 ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und für den Fortbestand eines für die regionale Hauslandschaft wichtigen Haustyps. Mit großem persönlichem Engagement hat die Bauherrin die fachgerechte Instandsetzung des zeitweise unbewohnten Anwesens durchgesetzt und gezeigt, wie scheinbar vom Verfall bedrohte Denkmäler erhalten und zu neuer Qualität geführt werden können.

Durch den Architekten wurde ein Sanierungs- und Nutzungskonzept entwickelt, das den größtmöglichen Erhalt von wertvoller Bausubstanz sicherstellt und gleichzeitig die heutigen Anforderungen an Energieverbrauch und Wohnkomfort erfüllt. So beheizt eine Wärmepumpe mit Erdflächenkollektor Wandflächen im Gebäude. Gleichzeitig werden damit die Sockelbereiche des nicht unterkellerten Hauses temperiert und langfristig trocken gehalten. Der aufgebrachte Lehmputz vervollständigt das Konzept und schlägt eine Brücke zur Bautradition.
Das Gebäude steht etwa 500 m östlich von Ruhstorf und ist einer der zahlreichen Einzelhöfe in dieser Landschaft. Es ist im Erdgeschoss gemauert, Ober- und Dachgeschoss sind in Holzblockbauweise erstellt. Es ist als Stockhaus errichtet worden, in dem an der Westseite der Pferdestall und an der Ostseite der Rinderstall angeordnet waren.
Die Sanierung stellt ein gelungenes Beispiel dar, der Erhaltung der Kulturlandschaft in Regionen mit Einzelhofanlagen gerecht zu werden. Es wurde neuer Wohnraum geschaffen, der zeitgemäßen Ansprüchen genügt und gleichzeitig einen Beitrag zum Flächensparen darstellt.

Bauherrin: Helga Stadlbauer, Engerthal
Architekturbüro Paukner, Passau
Dorferneuerung Ruhstorf, Markt Simbach, Landkreis Dingolfing-Landau