Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Sanierung und Umnutzung einer denkmalgeschützten Mühlenscheune mit angrenzender Halle zu Wohnzwecken

L-förmiges Wohngebäude bestehend aus saniertem Bauernhaus und umgenutzter Fachwerkscheune

Die Umnutzung der Mühlenscheune samt Halle ist ein wesentlicher Baustein zur Erhaltung des denkmalgeschützten ehemaligen Mühlenanwesens aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die von der Bauherrin durchgeführten Maßnahmen runden die bereits vorher von ihren Eltern vorgenommenen Umnutzungen weiterer Mühlengebäude zu einer Kunstgalerie ab und lassen das kulturhistorisch bedeutsame Areal am Ortseingang weit in die umgebende Landschaft hinaus in neuem Glanz erstrahlen.

Die Mühlenscheune aus dem 17./18. Jahrhundert, ein Fachwerkgebäude auf einem umlaufenden Sandsteinsockel, war durch jahrzehntelange Unternutzung in einem desolaten Zustand. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurden Dächer und Fassaden behutsam erneuert und restauriert. Die Dacheindeckung nach historischem Vorbild mit Rinnenfalzziegeln sowie das Sandsteinmauerwerk mit der restaurierten Fachwerkkonstruktion zeugen beispielhaft von der mit hoher Qualität vorgenommenen Sanierung. Diese wurde auch konsequent bei der Instandsetzung im Innenbereich, z.B. beim Erhalt des historischen Grundrisses und der Verwendung ortstypischer Baumaterialien, beibehalten. Dabei wurde auch den heutigen Anforderungen an eine effiziente Wärmeversorgung durch die Nutzung einer Erdwärmepumpe Rechnung getragen.
Mit der Wiederbelebung vorhandener Bausubstanz zu Wohnzwecken leistete die Bauherrin einen wertvollen Beitrag zum Denkmalschutz und trägt damit maßgeblich zur baulichen, funktionalen und sozialen Innenentwicklung in einer stark vom demografischen Wandel betroffenen Region bei.

Bauherrin: Petra Eller, Mürsbach
Architekt: Dipl.-Ing. Veit Huber, Bamberg
Dorferneuerung Mürsbach, Markt Rattelsdorf, Landkreis Bamberg