Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Revitalisierung einer großen oberfränkischen Hofanlage für neues innerörtliches Familienwohnen

Hoffassade des sanierten Bauernhauses mit schiefergedecktem Dach

In einer stark vom demografischen Wandel betroffenen Region erfreut es besonders, wenn sich eine Familie mit Kindern entschließt, eine im Ortsinneren untergenutzte und teilweise leer gefallene, stark sanierungsbedürftige Hofanlage als neuen Wohnraum für sich instand zu setzen und damit einen wertvollen Beitrag zur Innenentwicklung des Ortes zu leisten. Damit konnte auch eine der ortsbildprägenden Hakenhofanlagen vor dem Verfall bewahrt werden.

Am westlichen Ende des Angers von Sichersreuth gelegen ist dieses Anwesen aus dem 18. Jahrhundert eng mit der Geschichte des 73-Seelen-Dorfes verbunden. Mit viel Engagement und Eigenleistung haben die Bauherren das ehemalige Wohnstallgebäude mit seiner typischen vielachsigen Fassadenstruktur und Fassadenfarbe wieder ertüchtigt. Auch wenn die neuen Fenster leider nicht aus Holz gefertigt sind, so ist ihre Rahmung in Form der frei gelegten und aufgearbeiteten originalen Natursteingewände besonders anzuerkennen. Neben den vielen notwendig gewordenen baulichen Maßnahmen im Inneren sind auch alle Nebengebäude instandgesetzt worden.
Besonders bemerkenswert sind die äußerst angemessenen und selbstverständlich gestalteten Außenanlagen, die das Haus angenehm in den Hof, den Anger und rückwärtig in die Kulturlandschaft einbetten und so die Siedlungsstruktur des Dorfes stärken. Angelegte Wildblumenbeete, der Granitbrunnen, der Baumbestand und die wassergebundenen Schotterflächen verdeutlichen das Gespür für ländliches Wohnen und lassen das Haus und seine Bewohner zu einem Teil der jungen und aktiven Dorfgemeinschaft werden.

Bauherren: Barthmann und Speiser, Sichersreuth
Dorferneuerung Sichersreuth, Gemeinde Bad Alexandersbad, Landkreis Wunsiedel