Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Sanierung und Umnutzung des denkmalgeschützten Forsthauses zum Museum „Haus des Steins – Fränkische Trias“

Saniertes Gebäude mit zwei Vollgeschossen, steilem Dach und hervorstehendem Erker, der ein sechseckiges, schiefergedecktes Kuppeldach hat

Durch die exponierte Lage unmittelbar neben der Dorfkirche und dem Kirchenvorplatz kommt der Sanierung und Umnutzung des 1598 erbauten ehemaligen Forsthauses eine herausragende Bedeutung für das Dorf zu. Diese Sanierung wurde zum Impulsgeber für zahlreiche andere Instandsetzungen im Ortskern. Die neue Nutzung als Museum gewährleistet eine langfristige Sicherung des Gebäudes.

Das Obergeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes wurde bis vor kurzem als Mietwohnung genutzt, während die bedeutende Fossiliensammlung seit Jahren provisorisch im Untergeschoss untergebracht war. Die nun erfolgte Sanierung und der Umbau zum Trias Museum im gesamten Gebäude ist auf eine überregionale Resonanz ausgerichtet und widmet sich bedeutender Zeugnisse der mainfränkischen Erdgeschichte, die nun auf attraktive Weise dargestellt werden.
Der behindertengerechte Um- und Ausbau im Inneren überzeugt dabei gleichermaßen wie die Renovierung der Außenfassade mit der sorgfältigen Sanierung der sandsteingefassten Tür- und Fenstergewände, den farblich akzentuierten Fensterläden und der Dacheindeckung nach dem historischen Vorbild mit Biberschwanzziegeln. Selbst die zur Belichtung notwendig gewordenen Schleppgauben wurden in einem für die Dachfläche verträglichen Maß vorbildlich integriert. Mit dem Haus des Steins samt Werkstatt, Fachbibliothek und Vortragsraum wird ein nachhaltiger Beitrag für den Erhalt einer attraktiven Mitte des Dorfes geleistet, das im Übergang von der südlichen Rhön zum Fränkischen Weinland liegt.

Bauherrin: Marktgemeinde Euerdorf
Architekt: Architekturwerkstatt Hammelburg
Dorferneuerung Euerdorf, Landkreis Bad Kissingen