Teil eines Dachstuhls mit zahlreichen Verstrebungen

Kommunale Allianz A 7 Franken-West
Mit den eigenen Stärken und den Chancen durch die Autobahn A 7 einen Wirtschaftsraum mit Zukunft gestalten

Autobahn im Vordergrund; drei Windräder im Hintergrund

Elf Städte und Gemeinden im westlichen Mittelfranken bündeln ihre Stärken und nutzen ihren Standortvorteil an der Autobahn A 7 Würzburg-Ulm. Ihre gemeinsamen Anliegen sind die Lebensqualität, die Infrastruktur, das Wirtschaftsumfeld und die touristische Attraktivität der Region weiter zu steigern. Im August 2005 schlossen sich die Städte Burgbernheim und Uffenheim, die Märkte Ippesheim und Markt Nordheim sowie die Gemeinden Ergersheim, Gallmersgarten, Gollhofen, Hemmersheim, Oberickelsheim, Simmershofen und Weigenheim zur Kommunalen Allianz A 7 Franken-West zusammen. Die Allianz erstreckt sich über eine Fläche von 360 km²; circa 17 500 Menschen leben dort.

Handlungsschwerpunkte der Allianz

Das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept der Allianz, das als Grundlage in Auftrag gegeben wurde, zeigt vielfältige Handlungsschwerpunkte auf. Hauptziele sind eine nachhaltige Gemeindeentwicklung sowie die weitere Stärkung des Wirtschaftsstandortes, insbesondere die Ansiedlung von neuen Betrieben und die Förderung einer dynamischen Entwicklung bestehender Unternehmen. In der interkommunalen Zusammenarbeit im Rahmen einer Kommunalen Allianz sollen Synergien zwischen den Kommunen und den gesellschaftlichen Gruppen erkannt und Infrastruktureinrichtungen und Ressourcen wirtschaftlich genutzt werden. Zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen soll ein gemeinsames Standort-Marketingkonzept für die Vermarktung von Gebäudeleerständen entwickelt werden. Ansatzpunkt ist hier die gute Verkehrsanbindung über die Bundesautobahn A 7 und die zentrale Lage in Süddeutschland.

Moderne Standortpolitik ist gefragt

Im Sinne einer modernen Standortpolitik handeln die elf Allianzgemeinden weit über die reine Bereitstellung von Gewerbeflächen hinaus. Sie fördern und unterstützen insbesondere die Landwirtschaft, die Innenentwicklung, den bedarfsgerechten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Sicherung der Grundversorgung und das kulturelle Angebot sowie die Erzeugung erneuerbarer Energien.

Unterstützung durch die Ländliche Entwicklung

Das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken unterstützt die Umsetzung von Maßnahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts durch Flurneuordnung und Dorferneuerung.
Wesentliche Schwerpunkte sind:
- Hilfen für eine wettbewerbsfähige bäuerliche Landwirtschaft
- Innenentwicklung zur Erhaltung vitaler Dörfer und zum sparsamen Umgang mit Flächen
- Verbesserung der Verkehrsverbindungen
- Förderung der touristischen Infrastruktur
- Schaffung von Biotopverbundsystemen
- Koordination im Bereich regenerativer Energien
Das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken leitete in Ergänzung zu den bereits bestehenden Projekten zielgerichtet neue Flurneuordnungen und Dorferneuerungen ein. In 20 Flurneuordnungen und Dorferneuerungen wird zielgerichtet die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft gestärkt und die Innenentwicklung der Dörfer vorangetrieben. Die Innenentwicklung Ergersheim und ein Mehrgenerationen-Spielplatz sind zwei Pilotprojekte mit Beispielcharakter für die ganze Region. Der Ausbau von 4,5 km Rad- und Wanderwegen ist ein wichtiger Baustein für eine Weiterentwicklung auf dem Sektor Tourismus und Naherholung.

Handlungsfeld Energiewende

Die Zusammenarbeit in der Kommunalen Allianz A 7 Franken-West erwies sich für die Gemeinden als wichtige Voraussetzung, um die Chancen im Bereich erneuerbarer Energien sehr frühzeitig erkennen und nutzen zu können. So wurden im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement in großem Umfang Investitionen für Windkraft, Nahwärmenetze, Biomasse und Photovoltaik vorangebracht. Daraus resultiert eine ganz beachtliche Wertschöpfung in den Gemeinden. Ein umfassender partizipativer Prozess hat zu einer nachhaltigen Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region beigetragen, die wiederum eine hohe Mitwirkungs- und Investitionsbereitschaft ausgelöst hat. Nahwärmenetze in elf Ortschaften und zahlreiche Anlagen für die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien sind bereits fertig gestellt. Sie wurden vom Amt für Ländliche Entwicklung mit den Baumaßnahmen in den Projekten der Dorferneuerung und Flurneuordnung sowie der Bodenordnung koordiniert. Dies zeigt das vorausschauende Handeln der Kommunalen Allianz im Bereich der Energieversorgung und die Unterstützung der Ländlichen Entwicklung.

Wirtschaft und Tourismus beleben

Im digitalen Zeitalter ist die Einrichtung einer Internetplattform zur Vermarktung der Region einschließlich der Gewerbegebiete entlang der A 7 ein Schlüssel zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Unternehmen. Hierzu tragen aber auch die regelmäßigen Gespräche der Unternehmer mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung, Hochschule und Wirtschaft bei.
Aber es wurde nicht nur an die Nutzer des Internets gedacht. Vielmehr entstanden auch analoge Marketing-Broschüren für den Wirtschaftsstandort und den Tourismus in der Region der Kommunalen Allianz A 7 Franken-West.

Schritt für Schritt zum gemeinsamen Ziel

Die Kooperationspartner ruhen sich aber nicht auf ihren Lorbeeren aus. Sie setzen sich weitere Ziele und entwickeln neue Projekte. In Planung sind eine Lehrstellenbörse, ein Messeauftritt der Kooperationspartner, der Ausbau von weiteren Nahwärmenetzen und Anlagen der erneuerbaren Energien. Die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft mit Eröffnung zusätzlicher Einkommenschancen im Bereich Energiedienstleistung, Tourismus und Regionalvermarktung, insbesondere auch im Weinbau, soll mittels Maßnahmen der Agrarstrukturentwicklung und Bodenordnung gestärkt werden. Eine nachhaltige und flächendeckende Landbewirtschaftung soll zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaft beitragen. Konkrete Projekte, die die Wettbewerbsfähigkeit der Region und ihre Attraktivität stärken, gilt es zu erarbeiten. Zur Unterstützung all der angestoßenen Aktivitäten werden weitere Projekte der Flurneuordnung und Dorferneuerung vorbereitet.

Projektträger
Integrierte Ländliche Entwicklung Kommunale Allianz A 7 Franken-West mit den Kommunen Burgbernheim, Ergersheim, Gallmersgarten, Gollhofen, Hemmersheim, Ippesheim, Markt Nordheim, Oberickelsheim, Simmershofen, Uffenheim und Weigenheim im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim