Dachlandschaft eines fränkischen Dorfes mit  vier markanten Fachwerksgiebeln

Rehberg
Zeitgemäßes Wohnen in einem historischen Bayerwaldhaus sichert ein Denkmal dörflicher Baukultur

Weiß verputzter gemauerter Wohnteil; im Anschluss ehemalige Stallung mit Feldsteinaußenmauern. Darüber Ober- und Dachgeschoss in Holzblockbauweise.

Die Sanierung und Neunutzung eines lange leer gestandenen Wohnstallhauses, das exponiert und auf einer Anhöhe im Weiler Rehberg liegt, zeigt mustergültig, dass modernes Wohnen mit zeitgemäßen Ansprüchen auch in historischen Baudenkmälern mit hoher Qualität möglich ist. Die Bauherren haben ein bereits in Teilen einsturzgefährdetes Baudenkmal vor dem Verfall gerettet, es instandgesetzt und mit einer neuen nachhaltigen Nutzung wiederbelebt.

Das Gebäude wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und ist Teil eines Dreiseithofes. Der ehemalige Wohnteil, in dem sich Küche und Stube befinden, besteht im Erdgeschoß aus Ziegelmauerwerk. Daran schließt sich die ehemalige Stallung mit Feldsteinaußenmauern und einem Böhmischen Kappengewölbe an. Obergeschoß und Dachgeschoß wurden in Holzblockbauweise ausgeführt. Das Gewölbe war vor der Sanierung einsturzgefährdet und die Holzbauteile waren durch das jahrelang undichte Dach massiv geschädigt.

Mit der Sanierung und Revitalisierung des Gebäudes und einer neuen dauerhaften Nutzung wird dem übergeordneten Ziel der Innenentwicklung Rechnung getragen, ein jahrelanger Leerstand beseitigt und ein wertvolles Zeugnis der historischen regionalen Hauslandschaft für nachfolgende Generationen erhalten. Besonders bemerkenswert sind der Erhalt der vorhandenen innenräumlichen Struktur, deren Großzügigkeit trotz des Einbaus von modernen Sanitärräumen erhalten wurde, und der behutsame Umgang mit den vorhandenen Materialien.

Bauherr: Dr. Guido Giermeier, Rehberg
Architekt: bau:tech GmbH, Salzweg
Dorferneuerung Drachselsried, Landkreis Regen