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Geyern
Saniertes Backhaus bleibt als baukulturelles Erbe und fester Bestandteil des Dorflebens erhalten

Der eingeschossige kleine Satteldachbau am höchsten Punkt des Dorfes wurde nach langem Leerstand saniert und wieder der traditionellen Nutzung zugeführt. Obwohl in Privateigentum, bildet er zusammen mit dem angenehm zurückhaltend gestalteten Umgriff wieder einen wichtigen Bestandteil des sozialen Dorflebens. Bei dem in Kooperation mit der Jugendbauhütte Regensburg durchgeführten Projekt trugen mehr als 20 Ehrenamtliche maßgeblich zum Erfolg bei.

Das nur knapp sieben mal vier Meter große Backhaus aus Naturstein bildet zusammen mit dem Wohnstallhaus und der Scheune den historischen, aus dem 19. Jh. stammenden denkmalgeschützten Dreiseithof und gehörte zum Ökonomiehof, der für die Nahrungsmittelversorgung des Geyener Schlosses zuständig war. Mehrere angrenzende Anwesen hatten ein Backrecht, das in den letzten Jahrzehnten jedoch nicht mehr ausgeübt wurde. Ein fester Bestandteil des traditionellen, sozialen Dorflebens wurde damit aufgegeben und trug zum Verfall des ortstypischen Gebäudes bei.

Eine umfangreiche Bestands- und Schadenserhebung, in einem Meilerbrand selbst hergestellte Ziegel zur Restaurierung des Ofengewölbes und ein eigens hergestellter Fugenmörtel stehen nur beispielhaft für das Engagement der Teilnehmer der Jugendbauhütte.

Den Bauherren ist es gelungen, nícht nur ein wichtiges baukulturelles Zeugnis für die Nachwelt zu erhalten, sondern dem Gebäude mit seiner aktiven Nutzung wieder zur traditionell wichtigen Rolle im Sozialleben des Dorfes zu verhelfen und seinen Erhalt zu sichern.
Bauherren: Kornelia und Gerhard Treiber, Geyern
Dorferneuerung Bergen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen