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Sonderheim
Umnutzung des denkmalgeschützten alten Schulhauses zum Gästehaus „Schule" stärkt den Tourismus in der Region

Die private Baumaßnahme zur Wiederbelebung des nahezu 20 Jahre leer stehenden eingeschossigen Schulgebäudes aus dem Jahre 1927 zeugt von einer hohen Wertschätzung für die regionale Architektur der 1930er Jahre. Durch die Sanierung des ehemals öffentlichen Gebäudes mit dem typischen Walmdach wird die homogene Struktur des Straßendorfes bewahrt. Darüber hinaus wird ein nachhaltiger Beitrag zum sanften Tourismus am Donauradweg geschaffen.

Das denkmalgeschützte Gebäude beinhaltete einen Schulsaal und einen Wohnbereich. Bis 1968 wurden die Dorfkinder bis zum Alter von 15 Jahren hier unterrichtet. Durch die Sanierung konnte das unterschiedlich zwischengenutzte und zuletzt leer gestandene Denkmal für eine neue Nutzung erhalten werden.

Alle Fußböden blieben im Originalzustand. Sie wurden in Handarbeit von Schmutz, Farbe und Leim befreit und mit Kaltwachs behandelt. Die Fenster wurden nach dem gegenwärtigen Bestand ergänzt. Hier wird angeregt, bei einer zukünftigen Baumaßnahme die ursprüngliche horizontale Gliederung der Fassade wieder herzustellen. Diese beruhte auf der Anordnung von Fensterläden und der Sprossenteilung der Fenster. Das Gästehaus wird über ein Wärmeleitungsnetz von einer 105 kW-Hackschnitzel-Heizung aus einem naheliegenden Nachbargebäude beheizt.

Die neue Nutzung fügt sich schlüssig in das bestehende Raum- und Konstruktionsgefüge des alten Schulhauses ein. Das Gästehaus wird im Nebenerwerb betrieben und schafft Arbeitsplätze im Sektor Tourismus.
Bauherren: Annett und Anton Jung, Sonderheim
Architekt: Marcus Reichhardt, Höchstädt a.d.Donau
Dorferneuerung Sonderheim, Stadt Höchstädt a.d.Donau, Lkr. Dillingen a.d.Donau