Frauen in der Landwirtschaft – vielseitig, innovativ, unverzichtbar
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus nimmt das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft zum Anlass, um
Geschlechtergerechtigkeit im Agrar- und Ernährungssektor zu stärken,
Frauen in der Landwirtschaft und ihre Leistungen sichtbar zu machen,
ihnen eine Stimme zu geben,
die Rolle der Frauen in ländlichen Regionen zu stärken und
sie zu unterstützen.

Frauen bringen frische Perspektiven und stehen für Innovationen und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.
Sieben Betriebe, sieben Erfolgsgeschichten – Betriebsleiterinnen stellen sich vor
Das UN-Jahr der Landwirtin ist eine Chance, die Erfolgsgeschichten von Frauen in der Landwirtschaft noch sichtbarer zu machen. Denn auch in Bayern prägen viele engagierte Landwirtinnen mit Innovationskraft, Verantwortung und regionaler Verbundenheit die Zukunft des ländlichen Raums. Wir zeigen aus ganz Bayern Videoportraits von Frauen, die einen Betrieb leiten. Alle Frauen haben etwas gemeinsam: Sie sind Botschafterinnen und Vorbilder
für andere Frauen in Bayern,
für ein mutiges, verantwortungsvolles und erfolgreiches Managen landwirtschaftlicher Betriebe,
für die Zukunft der Landwirtschaft durch Tradition und Mut, Fachwissen und Innovation.
Videoportraits
Frauen in der Landwirtschaft – vielseitig
Planung, Weitblick, wirtschaftliches Denken. In Bayern zeigen gerade Frauen, dass vielfältige Einkommenskombinationen Betriebe deutlich resilienter machen – von Direktvermarktung über Agrotourismus bis hin zu sozialer Landwirtschaft und erneuerbaren Energien. Um die Zukunft der Betriebe zu sichern, sind Frauen ein wichtiger Motor. Frauen führen häufiger spezialisierte Diversifizierungsbetriebe (31 Prozent gegenüber 13 Prozent bei Männern) und nutzen häufiger Fortbildungsangebote in der Diversifizierung: Der Frauenanteil bei den bayerischen Fortbildungen zur Diversifizierung im Jahr 2025 lag bei beachtlichen 86 Prozent.
Frauen in der Landwirtschaft – innovativ
Die Zahlen einer aktuellen Studie von NEU.LAND. aus dem Jahr 2025 zeigen: Frauen planen signifikant häufiger einen Einstieg in Einkommenskombinationen (82 Prozent) als in die landwirtschaftliche Urproduktion (34 Prozent). Frauen begründen den erfolgten Einstieg in neue Betriebszweige dabei signifikant häufiger mit dem Wunsch, den Betrieb zukunftssicher aufzustellen (65 Prozent gegenüber 54 Prozent bei Männern). Gleichzeitig spielen Selbstverwirklichung und persönliche Interessen eine noch größere Rolle als bei Männern (51 Prozent gegenüber 41 Prozent).
Frauen in der Landwirtschaft – unverzichtbar
Ohne Bäuerinnen geht es nicht – weder in den landwirtschaftlichen Betrieben noch im Alltag auf dem eigenen Hof. Und das spiegelt sich in der Selbstwahrnehmung wider. Die Bäuerinnenstudie von 2019 zeigt: 79 Prozent der Bäuerinnen schätzen ihre Bedeutung für den landwirtschaftlichen Betrieb als hoch oder sehr hoch ein. Ihr ökonomischer Beitrag für die gesamte Landwirtschaft wird jedoch oftmals unterschätzt.
Sieht man sich die Betriebsstrukturen in der bundesweiten Landwirtschaftszählung für das Jahr 2020 genauer an, fällt sofort etwas auf: Nur ein geringer Anteil der Frauen in Bayern führt eigenverantwortlich einen Hof.
50 Prozent der Bäuerinnen geben an, dass sie zusammen mit ihren Partnern den Betrieb leiten.
9 Prozent aller eigenverantwortlichen Betriebsleitungen in Bayern sind weiblich.
Im gesamten Bundesgebiet sind es laut statistischem Bundesamt mit 11 Prozent etwas mehr. Doch es tut sich langsam etwas: Die Zahlen in den vergangenen 20 Jahren sind leicht gestiegen. So lag der Frauenanteil bei der Hofnachfolge im Jahr 2020 bei rund 18 Prozent – das sind 4 Prozentpunkte mehr im Vergleich zu 2010.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Bereits in der Bäuerinnenstudie Bayern 2019 schätzten 57 Prozent der befragten Frauen die zukünftige Entwicklung des landwirtschaftlichen Betriebs positiv ein. Auch die aktuellen Ergebnisse bestätigen dies: Während 31 Prozent der Männer die betriebliche Zukunft pessimistisch oder eher pessimistisch einschätzen, trifft dies nur auf 17 Prozent der Frauen zu.
Für mehr Sichtbarkeit und zur Stärkung der Frauenrolle gibt es bereits vielfältige Angebote:
- "Bäuerin als Unternehmerin des Jahres" – alle drei Jahre zeichnet das StMELF besonders zukunftsorientierter und kundenfokussierter Betriebe unter weiblicher Führung aus. interner Link
- Fortbildungen Akademie Diversifizierung – aus 100 Qualifizierungsmaßnahmen können Unternehmerinnen die Weiterbildung auswählen, die für ihren Betrieb und ihre aktuelle Situation passt. interner Link
- Unternehmerinnenfrühstück – die Regierungen organisieren in regelmäßigen Abständen ein Frühstück zum Austausch und Netzwerken.
- Fachmagazin Schule und Beratung – ein Sonderheft erscheint im August zum Thema Frauen in der Landwirtin. interner Link
- Wie Landfrauen gründen – ein Forschungsbericht Antworten auf Fragen rund um die Unternehmensgründung durch Frauen. (PDF 3,9 MB) Downloadlink
Es geht um junge weibliche Nahversorgerinnen aus den Bereichen Landwirtschaft und Ernährungshandwerk, die in einem lockeren Gespräch rund um die Zukunft der regionalen Nahversorgung „Ihre Hofgeschichte“ auf der Grünen Couch im KulturKino Feuchtwangen erzählen.
Mehr Info externer LinkLandfrauen des Bayerischen Bauernverbandes e.V. im ABG-Tagungszentrum Beilngries.
Mehr Info externer LinkNetzwerke schaffen Wissensaustausch, ermöglichen Zusammenarbeit und bilden die Grundlage, um Innovationen rasch und zielführend umzusetzen. Bisher haben Betriebsleiterinnen noch keine starke Lobby. Das muss sich ändern. Im Folgenden stellen wir einige wichtige Anlaufstellen und Organisationen vor:
- Die Seite der Landfrauen des Bayerischen Bauernverbandes e.V. bietet zum UN-Jahr Informationen, Fortbildungs- und Vernetzungsangebote für Frauen in der Landwirtschaft. externer Link
- Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG – Female Agri Fellows ist ein Netzwerk von Frauen aller Altersstufen, die die Zukunft der Landwirtschaft aktiv mitgestalten. Gemeinsam schaffen sie Raum für Austausch, Inspiration und Zusammenarbeit – national und international. externer Link
- Beim Deutschen Bauernverband e.V. erhalten Sie Informationen zur Lobbyarbeit, Weiterbildung und politischen Teilhabe. externer Link
- Landfrauenvereinigung des KDFB - Katholischer Deutscher Frauenbund, Landesverband Bayern externer Link
- Für Gründerinnen in der Landwirtschaft bietet die KfW Bankengruppe spezifische Förderprogramme an, die Teil der allgemeinen Gründungsförderung (ERP - European Recovery Program) sind. Es gibt kein exklusiv benanntes KfW-Programm nur für "Gründerinnen", aber die Programme sind für Frauen besonders attraktiv, da sie flexible Bedingungen bieten.
- Der Deutscher Landfrauenverband e.V. ist der bundesweit größte Verband für Frauen auf dem Land und deren Familien. Er ist ein starkes Netzwerk und vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen. externer Link
- Der Deutsche Raiffeisenverband e.V. vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. externer Link
- Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet seit Herbst 2025 ein Förderangebot für Hofnachfolgerinnen und Existenzgründerinnen an. externer Link
- Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat externer Link
- WiA – Women in Agribusiness externer Link
- Erfahren Sie mehr zu finanzieller und rechtlicher Absicherung, Rolle, Tätigkeit, Work-Life-Balance der Frauen in der Landwirtschaft. externer Link
- Die Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft externer Link
- Bundesinformationszentrum Landwirtschaft externer Link
- Ergebnisse der bayerischen Bäuerinnenstudie interner Link
- Frauen in der Landwirtschaft und an der LfL externer Link
- Vereinte Nationen externer Link
- Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) externer Link
- Bundesinformationszentrum Landwirtschaft externer Link
- Bäuerinnenstudie externer Link
- Frauen tragen maßgeblich zum Erfolg landwirtschaftlicher Betriebe bei, sind jedoch häufig rechtlich und finanziell schlecht abgesichert. Ein Interview mit Anne Dirksen (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) zum Thema "Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft" zeigt typische Schwachstellen auf und gibt wertvolle Tipps, wie Frauen ihre Absicherung gezielt verbessern können. externer Link








