Neuartiges Virus bei Rindern - erster Fall bei einem Pferd in Rheinland-Pfalz

Aktuell wird in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz das Auftreten eines neuen Virus bei Rindern beobachtet. Nach bisherigen Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) ist es ein Shamonda-Virus, das genetische Übereinstimmungen mit dem Schmallenberg-Virus aufweist.

Aktualisiert am: 01.09.2026
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Rinder beim Grasen auf der Weide© Birgit Gleixner, LfL

Inzwischen wurden Fälle in mehreren Bundesländern, darunter auch in Bayern, festgestellt. Das bisherige Geschehen betrifft vor allem Wiederkäuer, insbesondere Rinder. Nun wurde auch bei einem Pferd in Rheinland-Pfalz, das an zentralnervösen Störungen verstarb, das neuartige Virus nachgewiesen.

Die Übertragung erfolgt über Gnitzen (blutsaugende kleine Mücken), mit einer weiteren Ausbreitung bis in den Herbst hinein muss daher gerechnet werden. Ausgewachsene Rinder erkranken bisher relativ mild und vorübergehend:
  • deutlicher Milchleistungsrückgang; 
  • Tiere sind schlapp und apathisch; 
  • deutlich reduzierte Futteraufnahme; 
  • teilweise Durchfall; 
  • nach wenigen Tagen kommt es bei den erkrankten Tieren in der Regel zu einer deutlichen Erholung. 

Bitte beobachten Sie den Gesundheitszustand und besonders die Milchleistung der Herde aufmerksam. Lassen Sie auffällige Tiere umgehend tierärztlich untersuchen und informieren Sie sich regelmäßig auf den Seiten des LGL über die Entwicklungen.