Aleksandar Jocic/Fotolia.com

Pressemitteilung
Kaniber verlängert Borkenkäfer-Hilfen

(27. Februar 2019) München - Angesichts der weiterhin großen Bedrohung ihrer Wälder durch den Borkenkäfer können die bayerischen Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit finanziellen Hilfen bei der Bekämpfung rechnen. Wie Forstministerin Michaela Kaniber jetzt in München mitteilte, wird das im vergangenen Jahr aufgelegte Maßnahmenpaket verlängert. „Viele Fichtenwälder sind durch Trockenheit und Stürme der letzten Jahre so geschwächt, dass auch heuer wieder eine Massenvermehrung des Schädlings in Bayern droht“, sagte Kaniber. Solche Massenvermehrungen könnten ganze Waldbestände zum Absterben bringen. Eine effiziente und schnelle Bekämpfung durch die Waldbesitzer sei deshalb in den nächsten Monaten unverzichtbar. „Bei der Bewältigung dieser Herausforderung brauchen die Waldbesitzer dringend unsere Unterstützung“, so die Ministerin.

Entscheidend sei es, dem Käfer rechtzeitig vor Beginn des Schwärmflugs im April den Brutraum für die weitere Vermehrung zu entziehen und die Zahl der Käfer in den Wäldern so weit wie möglich zu reduzieren. Daher gelte es, alte befallene Bäume mit überwinternden Käfern unter der Rinde und frisches Brutmaterial – wie etwa aus Schneebruchbeständen – möglichst schnell zu beseitigen. Befallene Stämme müssten rasch entrindet oder aus dem Wald transportiert und Baumkronen gehäckselt werden. Für das Entrinden oder Häckseln befallenen Holzes können Waldbesitzer wie im vergangenen Jahr Zuschüsse von bis zu vier Euro pro Kubikmeter erhalten, ebenso für eine Zwischenlagerung der Stämme außerhalb des Waldes. Auch bei der Einrichtung entsprechender Lagerplätze bietet die Forstverwaltung finanzielle und organisatorische Hilfe an.

Ministerin und Verbandspräsident begutachten Rindenstück mit Borkenkäferbefall

Foto StMELF, Abdruck honorarfrei

Bild in Originalgröße


Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

Ministerin Michaela Kaniber

Pressereferat