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Pressemitteilung
„Empfehlungen der Borchert-Kommission schnell umsetzen“ - Kaniber fordert Tierwohlabgabe, die im Stall ankommt

(26. August 2020) München - Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber fordert die schnelle und konsequente Umsetzung der Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung. „Jetzt muss ein klares politisches Signal für eine Zukunft unserer Tierhaltung und damit unserer Nutztierhalter gesetzt werden“, sagte die Ministerin vor der Agrarministerkonferenz am Donnerstag in Berlin. „Die Borchert-Kommission hat ein vernünftiges, realisierbares und mit langfristig kalkulierten Mehrausgaben von 35 Euro pro Jahr und Verbraucher ein für Alle bezahlbares Konzept vorgelegt. Damit erreichen wir am schnellsten und am konsequentesten Fortschritte beim Tierwohl und stärken gleichzeitig die wirtschaftliche Existenzfähigkeit unserer Tierhalter. Wir müssen jetzt mit der konkreten Umsetzung beginnen, statt mit immer neuen Forderungen Fortschritte immer weiter hinauszuzögern.“ Entscheidend, so Kaniber, sei die vollständige Transparenz des Systems. „Die Hilfen müssen dort ankommen, wo der tatsächliche Mehraufwand für das Tierwohl entsteht, nämlich im Stall.“

Die Koalition in Berlin müsse nun zügig die nächsten Schritte zur Umsetzung auf den Weg bringen, sagte die Ministerin. Dazu gehöre vor allem die Verabschiedung des Tierwohlkennzeichengesetzes im Bundestag. Außerdem ist die grundsätzliche politische Einigung über eine zweckgebundene Tierwohlabgabe auf Fleisch, Milch und Eier notwendig, um den Tierhaltern entsprechende finanzielle Unterstützung für besonders tierwohlgerechte, aber auch teurere Haltungsformen zukommen zu lassen. Kaniber: „Wer mehr Tierwohl will, hat jetzt die konkrete Chance, dies noch in dieser Legislaturperiode auf der Basis der breit getragenen Empfehlungen der Borchert-Kommission konkret auf den Weg zu bringen.“


    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
    Pressesprecher Hubertus Wörner, Tel. 089 2182-2216 • Fax 089 2182-2604

    Ministerin Michaela Kaniber

    Pressereferat