Henner Damke, mpanch/Fotolia.com

Förderwegweiser
Schadensausgleich

Ausgleich von Schäden in der Landwirtschaft, Binnenfischerei und Aquakultur

Hochwasser - Foto: WSV.de - Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt

Überschwemmung am Main
Foto: WSV.de - Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt

Mit der "Richtlinie zum teilweisen Ausgleich von Schäden in der Landwirtschaft, Binnenfischerei und Aquakultur" steht ein Nachfolgeprogramm zur früheren "Notstandsbeihilfe" zur Verfügung.

Das Programm - kurz "Schadensausgleich" genannt - deckt neben Hilfen bei außergewöhnlichen betrieblichen Schadenereignissen auch die zunehmenden besonderen Schadensereignisse bei Naturkatastrophen und widrigen Witterungsverhältnissen ab.
Das Programm umfasst folgende Eckpunkte:

Teil A

  • Alle Schäden durch Naturereignisse, Tierseuchen und sonstige außergewöhnliche betriebliche Schadereignisse
  • Mindestschaden 5.000 €
  • Die Förderung erfolgt entweder
    • in Form von Zuschüssen (Fördersatz max. 50 % des Schadens; Zuschüsse von 2.500 € bis 7.500 € auf Basis de-minimis Agrar) oder
    • durch Zinsverbilligungen für Liquiditätshilfedarlehen, max. in Höhe der günstigsten Preisklasse, Darlehenshöhe mind. 10.000 €, max. 100.000 €
  • Finanzierung: Landesmittel

Teil B

  • Inanspruchnahme nur bei gesondertem Anwendungserlass des Staatsministeriums
  • Ausschließlich Schäden durch Naturereignisse
  • Mindestschaden 5.000 €
  • Die Förderung erfolgt entweder
    • in Form von Zuschüssen (Fördersatz max. 50 % des Schadens; Zuschüsse von 2.500 € bis 50.000 €) oder
    • durch Zinsverbilligungen für Liquiditätshilfedarlehen.
  • Nachweis über Umsatzrückgang von mind. 30 % erforderlich (Basis Rahmenrichtlinie des Bundes)
  • Finanzierung: Landesmittel, ggf. Bundesmittel bei Katastrophen nationalen Ausmaßes.
Mit der Richtlinie zum Schadensausgleich ist die grundsätzliche Pflicht zur Risikovorsorge (z. B. durch am Markt befindliche Versicherungen) verbunden.

Härtefondsrichtlinien

Kommt es durch Elementarereignisse zu Notständen, können, soweit die Schäden nicht versicherbar sind, im Rahmen von Finanzhilfeaktionen vom Freistaat Bayern auch für die Landwirtschaft finanzielle Beihilfen über die Kreisverwaltungsbehörden gewährt werden. Diese Beihilfen werden nach Maßgabe der „Richtlinien über einen Härtefonds zur Gewährung finanzieller Hilfen bei Notständen durch Elementarereignisse (Härtefondsrichtlinien – HFR)“ gemäß Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen vom 6. September 2011 Az.: 46-L 2601-008-29 301/11 gewährt.
Zurück zu:
Förderwegweiser