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Förderwegweiser
Bayerisches Sonderprogramm Landwirtschaft (BaySL)

Mit dem Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft fördert der Freistaat Bayern vor allem Investitionen, die den folgenden Zielen dienen:
  • Verbesserung der Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere (auch: Förderung der erstmaligen Umstellung auf Laufstallhaltung bei Milchvieh in kleinen Betrieben)
  • notwendige Anpassungen an die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung in viehhaltenden Betrieben
  • Vermeidung von Unwetter- und Insektenschäden im Obst-, Garten-, Wein- und Sonderkulturbau
  • Anpassung an den Klimawandel (Wasserbevorratung)
Gefördert werden darüber hinaus auch Saat- und Pflanzgutaufbereitungsanlagen, betriebliche Heutrocknungsanlagen auf Basis regenerativer Energien, Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen im Berggebiet und vergleichbaren Gemeinden des Kerngebiets sowie Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen des Weinbaus.
Die Antragstellung auf Förderung ist eröffnet: 15. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2020

Voraussetzungen

  • Mindestgröße 3 ha selbst bewirtschaftete LF oder 1 ha bei mind. 5-jähriger Mehrfachantragstellung oder 0,25 ha Rebfläche in den Steillagen des Weinbaus. Bei Kooperationen gelten abweichende Mindestflächen. Gartenbaubetriebe und Obstbaubetriebe sind ohne Mindestflächen förderfähig.
  • Positive Einkünfte im Einkommensteuerbescheid von max. 90.000 Euro bei Ledigen und 120.000 Euro bei Verheirateten.
  • Zuwendungsfähige Ausgaben von mind. 5.000 Euro, max. 100.000 Euro.
    Bei Investitionen in Saatgutaufbereitungsanlagen, chemiefreie Beikrautregulierung, Multiphasenfütterungsanlagen und Witterungsschutzeinrichtungen betragen die zuwendungsfähigen Ausgaben max. 50.000 Euro;
    bei erstmaliger Umstellung auf Laufstallhaltung für Milchvieh und bei Tierwohlmaßnahmen für Zuchtsauen max. 150.000 Euro.

Einschränkungen

  • Keine Förderung von Ersatzinvestitionen.
  • Der Erwerb gebrauchter Maschinen und Anlagen.
  • Keine Förderung von Investitionen, die ausdrücklich die Anpassung an bestehende rechtsverbindliche Standards zum Gegenstand haben.
  • Keine Förderung von baulichen Investitionen in Lager- oder Bergeräume, ausgenommen untergeordnete Umbaumaßnahmen bei Investitionen in Heutrocknungsanlagen.
  • Keine Förderung von Landankauf sowie Erwerb von Bauten und baulichen Anlagen.
  • Keine Förderung von Vorhaben von Mitgliedern einer Erzeugerorganisation, die gemäß deren operationellen Programmen auf Basis der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Rates vom 17. Dezember 2013 gefördert werden können.
  • Es werden nur Investitionen in Bayern gefördert.
Maßnahmenbeginn nicht vor Bewilligung.

Förderung

  • Zuschuss von bis zu 25 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  • Für Investitionen zur Verbesserung des Tierwohls nach Nr. 3.1 der Richtlinie werden 30 % Zuschuss gewährt.
  • Zuschussobergrenze 25.000 Euro je Zuwendungsempfänger
    (45.000 Euro bei erstmaliger Umstellung auf Laufstallhaltung für Milchvieh und bei Tierwohlmaßnahmen für Zuchtsauen).

Mittelherkunft

  • Bayern
15. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2020
Bei der Antragstellung unterstützen die örtlich zuständigen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern

Der vollständige Antrag ist in der Regel beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einzureichen.
Garten- und Obstbaubetriebe wenden sich an ihr Amt mit Abteilung Gartenbau (Augsburg, Landshut, Fürth oder Kitzingen);
Weinbaubetriebe stellen ihren Antrag bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

Alle Antragsteller können ihren Antrag auch direkt beim zuständigen Fachzentrum "Einzelbetriebliche Investitionsförderung" an den Ämtern in Abensberg, Kulmbach, Weiden i.d.OPf. oder Weilheim i.OB) einreichen.
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