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Förderwegweiser
EU-Schulprogramm - Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte für Bayerns Kinder

Mädchen mit Zöpfen macht es einem Clown nach und hält sich eine kleine Tomate an die Nase.

Foto: gettyimages

Das EU-Schulprogramm soll die Wertschätzung von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten bei Kindern steigern und die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens unterstützen.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 und Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt in Kindergärten und Häusern für Kinder (Stichtagsregelung) erhalten auch ab dem neuen Schuljahr kostenlos bevorzugt regionales und saisonales Obst und Gemüse. Die kostenlose Abgabe von Milch und ausgewählten Milchprodukten ist seit 1. Februar 2018 möglich. Das neue EU-Schulprogramm wird aus Landes- und EU-Mitteln finanziert.
Alle Antragsunterlagen stehen zur Verfügung. Bitte verwenden Sie ausschließlich die aktuellen Formulare!

Seit 1. Februar 2018 auch Milch und Milchprodukte dabei

Seit 1. Februar können Bayerns Kinder neben Obst und Gemüse zusätzlich kostenlos Milch und Milchprodukte erhalten. Dazu zählen z. B. pasteurisierte Milch, ESL Milch, H-Milch, auch Ziegen- und/oder Schafmilch, reine Buttermilch, Naturjoghurt, sowie Käse (siehe Merkblatt „Milch und Milchprodukte für Einrichtungen Nr. 1“). Trinkmilch muss im Lieferumfang enthalten sein und ist grundsätzlich zu bevorzugen. Auch im Bereich Milch ist für die Angabe der Kinderzahl die Stichtagsregelung verbindlich (siehe Merkblatt). Beide Voraussetzungen (mind. 3 Jahre und Platzzusage) müssen zutreffen. Für Einrichtungen, die bereits Schulfruchtlieferungen erhalten, bedeutet dies: auch für Schulmilch gilt die für Schulfrucht gemeldete Kinderzahl. Für die Belieferung mit Milch und Milchprodukten empfehlen wir den Abschluss eines Liefervertrages.

Einrichtungen unterliegen bei der Annahme bzw. Abgabe von Milch und Milchprodukten im EU-Schulprogramm grundsätzlich dem Lebensmittelrecht (insbesondere Einhaltung der Kühlkettenpflicht). Vor der Teilnahme am ESP-Programm bzw. vor Beginn der Lieferung wird daher dringend empfohlen, sich mit der zuständigen Lebensmittelüberwachung in Verbindung zu setzen.
Für Einrichtungen MIT Schulfruchtlieferanten (anklicken)
Einrichtungen mit Schulfruchtlieferanten
Beliefert ein zugelassener Lieferant Ihre Einrichtung bereits mit kostenlosem Obst und Gemüse, kontaktieren Sie Ihren Lieferanten, ob dieser Sie auch mit Milch und Milchprodukten beliefern kann. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie aus der Liste der zugelassenen Lieferanten einen Lieferanten für Milch und Milchprodukte auswählen und mit diesem Kontakt aufnehmen. Die aktualisierte Liste mit Lieferanten für Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte ist veröffentlicht (s. unten).
Für Einrichtungen OHNE Schulfruchtlieferanten (anklicken)
Einrichtungen ohne Schulfruchtlieferanten
Lieferantensuche und -auswahl
Um Milch und Milchprodukte erhalten zu können, wählen Sie aus der Liste der zugelassenen Lieferanten einen Lieferanten für Milch und Milchprodukte aus. Die aktualisierte Liste mit Lieferanten für Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte ist veröffentlicht. Es ist empfehlenswert, einen Vertrag mit dem Lieferanten abzuschließen. Im Vertrag können Sie u.a. festlegen, wann Ihre Einrichtung welche möglichst regionalen und saisonalen Lebensmittel erhalten soll. Damit entscheiden Sie sowohl über die bevorzugten Produkte als auch darüber, ob diese aus konventioneller oder ökologischer Erzeugung stammen.

Liefertermine
Die Liefertermine können frei zwischen Einrichtung und Lieferant vereinbart werden. Eine wöchentliche Lieferung ist grundsätzlich erwünscht. Somit werden Reste vermieden und eine regelmäßige Verteilung von Milch und Milchprodukten gewährleistet.


Zielgruppe

  • Kinder in Grund- und Förderschulen (Jahrgangsstufen 1 bis 4)
  • Kinder in Kindergärten und Häusern für Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt
Stichtagsregelung

Die Anzahl der berücksichtigungsfähigen Kinder bemisst sich wie folgt:

  • in Häusern für Kinder und Kindergärten:
    die Anzahl der Kinder bis zum Schuleintritt, die am Stichtag 1. August 2017 in der Einrichtung für das Kindergartenjahr 2017/2018 registriert bzw. eine Platzzusage haben und mindestens 3 Jahre alt sind, d.h. (Vorschul-)Kinder, die im August 2017 noch in der Einrichtung registriert sind, im September 2017 aber in die Schule wechseln, werden nicht mehr mitgezählt.
  • in Grund- und Förderschulen:
    die Anzahl der Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4, die am Stichtag 1. August 2017 in der Schule für das Schuljahr 2017/2018 registriert bzw. angemeldet sind.
Diese Anzahl ist verbindlich für das gesamte Schul-/Kindergartenjahr. Eine Anpassung der Kinderzahlen während des Kita-/Schuljahres ist nicht mehr möglich!
Lieferanten
Schulen, Kindergärten und Häuser für Kinder können sich von einem zugelassenen Lieferanten möglichst mit bevorzugt regionalem und saisonalem Obst und Gemüse beliefern lassen.
Voraussetzungen
Während es Aufgabe des Lieferanten ist, termingerecht und in der vereinbarten Qualität und Menge frische Lebensmittel zu liefern, ist es Aufgabe der Einrichtung, die Ausgabe der Lebensmittel an die förderberechtigten Kinder ab drei Jahren in flankierende Maßnahmen einzubetten. Dazu gehört verpflichtend die Umsetzung der entsprechenden Inhalte des Programms "Voll in Form" (gemeinsames Schulfrühstück u.a.) bzw. des "Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes" mit dem Ziel, Kindern die Vielfalt und den Wert von Obst und Gemüse nahezubringen und so gesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern. Zusätzlich ist der Besuch eines Bauernhofes oder Gartenbaubetriebes empfehlenswert.
Für die Förderabwicklung des Programmes ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zuständig. An diese sind alle Anträge zu richten.
Kontakt
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Abteilung Förderwesen und Fachrecht
Menzinger Str. 54
80638 München
Tel.: 089 17800-201
Fax: 089 17800-240
E-Mail: AFR@LfL.bayern.de

Antrag auf Zuwendung (gültig für das Schuljahr 2017/18)

Informationen zu Portionspauschalen und Liefermengen (siehe unten)
Öko-Zertifizierung (Lieferung ökologischer Produkte)
Milch und Milchprodukte aus ökologischer Erzeugung müssen auf der Verpackung als solche gekennzeichnet und auf dem Lieferschein als Bio-Ware aufgeführt sein. Lieferanten, die Milch und Milchprodukte aus ökologischer Erzeugung liefern, müssen grundsätzlich ein Öko-Zertifikat vorlegen. Das Ökozertifikat ist spätestens mit dem ersten Antrag auf Zuwendung, mit dem eine Zuwendung für die Lieferung ökologischer Produkte beantragt wird, der LfL vorzulegen. Liefert ein Lieferant ohne Ökozertifizierung Bioware (z.B. Gültigkeit des Zertifikates ist abgelaufen), so werden diese Lieferungen zuwendungsrechtlich wie konventionelle Lieferungen behandelt.
1. Welche Einrichtungen können am EU-Schulprogramm teilnehmen?
Grundschulen und Förderschulen (Jahrgangsstufen 1 bis 4) sowie Kindergärten und Häuser für Kinder (Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt; Stichtag vgl. Merkblatt).
2. Ihre Einrichtung möchte am EU-Schulprogramm teilnehmen?
Lieferantensuche und -auswahl
Um Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte erhalten zu können, wählen Sie aus der Liste der zugelassenen Lieferanten einen Lieferanten aus.
Der Abschluss eines Vertrags mit dem Lieferanten wird empfohlen. Im Vertrag können Sie u.a. festlegen, wann Ihre Einrichtung welche möglichst regionalen und saisonalen Lebensmittel erhalten soll und ob diese aus konventionellem oder aus ökologischem Anbau stammen.
Liefertermine
Die Liefertermine können frei zwischen Einrichtung und Lieferant vereinbart werden. Eine (schul)wöchentliche Lieferung ist grundsätzlich erwünscht. Somit werden Reste vermieden und eine regelmäßige Versorgung der Kinder mit Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten gewährleistet.
Flankierende Maßnahmen
Während es Aufgabe des Lieferanten ist, termingerecht und in der vereinbarten Qualität und Menge frische Lebensmittel zu liefern, ist es Aufgabe der Einrichtung, die Ausgabe der Lebensmittel an die förderberechtigten Kinder ab drei Jahren in flankierende Maßnahmen einzubetten. Dazu gehört verpflichtend die Umsetzung der entsprechenden Inhalte des Programms "Voll in Form" (gemeinsames Schulfrühstück u.a.) bzw. des "Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes" mit dem Ziel, Kindern die Vielfalt und den Wert von Obst und Gemüse nahezubringen und so gesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern. Zusätzlich ist der Besuch eines Bauernhofes oder Gartenbaubetriebes empfehlenswert.
Hinweis auf lebensmittelrechtliche Verpflichtungen
Lebensmittelrechtliche Vorschriften und Anforderungen an die Lebensmittelhygiene müssen durch die Einrichtung eingehalten werden und unterliegen der Lebensmittelüberwachung. Bei Fragen in diesem Zusammenhang wenden Sie sich bitte an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde bzw. Gemeinde.
3. Wer kann kostenlos Obst und Gemüse liefern?
Nur zugelassene Lieferanten können Einrichtungen beliefern und Zuwendungen beantragen. Der Antrag auf Zulassung muss mit der Bestätigung der Kreisverwaltungsbehörde bei der Landesanstalt für Landwirtschaft gestellt werden.
4. Welche Produkte können kostenlos abgegeben werden?
Frisches Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte wie z.B. Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Karotten, Gurken, Paprika, pasteurisierte Milch, Buttermilch, Naturjoghurt und Käse laut Käseverordnung (vgl. Merkblätter). Bevorzugt sollen regionale und saisonale Produkte verteilt werden. Nicht beihilfefähig sind z. B. Nüsse, Rohmilch, Butter, Fruchtbuttermilch, Fruchtjoghurt, Frischkäse, Trinkjoghurt.

Portionspauschalen, -anzahl und Liefermengen für Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte

In der Tabelle sind die Portionspauschale (inkl. Lieferung) pro Portion, die maximal beihilfefähige Menge Obst/Gemüse sowie die maximal zuwendungsfähige Portionsanzahl Milch und Milchprodukte pro berücksichtigungsfähigem Kind und Lieferperiode dargestellt. Eine Mischung in der Produktgruppe Milch ist grundsätzlich möglich, sofern die maximale Portionsanzahl in der Summe je Lieferperiode nicht überschritten wird. Eine Portion Obst/Gemüse bzw. Milch entspricht folgenden Mengen:
  • 100 g Obst und Gemüse
  • 200 ml Milch
  • 200 g Buttermilch
  • 150 Joghurt/Quark
  • 30 g Käse
Bei vierteljährlicher Antragstellung
Schulquartal
(Schuljahr 2017/18)
Lieferperiode Portionspauschale Maximale Portionsanzahl Milch/-produkte Maximal zuwendungsfähige Menge Obst/Gemüse
3. Schulquartal Februar bis April 2018 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
9 Portionen 900 g
2. Schulquartal November 2017 bis Januar 2018 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
1100 g
1. Schulquartal August bis Oktober 2017 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
600 g
Bei monatlicher Antragstellung
Schulquartal
(Schuljahr 2017/18)
Lieferperiode Portionspauschale Maximale Portionsanzahl Milch/-produkte Maximal zuwendungsfähige Menge Obst/Gemüse
3. Schulquartal April 2018 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
3 Portionen 300 g
März 2018 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
3 Portionen 300 g
Februar 2018 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
3 Portionen 300 g
2. Schulquartal Januar 2018 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
400 g
Dezember 2017 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
300 g
November 2017 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
400 g
1. Schulquartal Oktober 2017 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
400 g
September 2017 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
200 g
August 2017 0,32 € konventionell
0,42 € biologisch
0 g
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