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Förderwegweiser
Ausgleich von Fischotterschäden in Teichen

Fischotter verursachen oft massive Fraßschäden in teichwirtschaftlichen Betrieben. Der teilweise finanzielle Ausgleich trägt zur Existenzsicherung dieser geschädigten Betriebe bei.

Gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz hat der Fischotter einen besonderen und strengen Schutzstatus. Eingreifende Maßnahmen in die Otterpopulation sind daher derzeit nicht möglich. Den fischwirtschaftlichen Betrieben soll deshalb zumindest ein Teil der durch den Fischotter verursachten Schäden ausgeglichen und damit zum Erhalt der Betriebe beigetragen werden. Die Ausgleichszahlung stellt neben der fachlichen Beratung vor Ort und der Förderung des Baus von Abwehrzäunen (über den EMFF) die dritte Säule des Fischotter-Managementplanes dar.

Antragsberechtigung / Förderhöhe

  • Antragsberechtigt sind teichwirtschaftliche Betriebe und Fischereivereine, die einen bestimmten Umfang zu Erwerbszwecken nachweisen können (Belege sind erforderlich).
  • Betriebs- bzw. Vereinssitz und Anlage der Antragsteller müssen in Bayern liegen. Für Angelteiche und freie Gewässer wird keine Ausgleichszahlung gewährt.
  • Aufzeichnungen zum Fischbestand (Teichbuch) und dokumentierte Nachweise für den Fischotter sind Voraussetzungen für eine Entschädigungszahlung.
  • Ausgeglichen werden max. 80 % der nachgewiesenen Fischotterschäden (Auszahlungsbetrag muss über 500 € liegen).

Verfahren

  • Der erste Fischotterschaden ist zu dokumentieren und unverzüglich mit dem entsprechenden Formular an den Otterberater zu melden.
  • Der Otterberater prüft die Schäden vor Ort und berät den Betrieb hinsichtlich möglicher Präventionsmaßnahmen. Nach der Abfischung ist der Gesamtschaden festzustellen und vom Otterberater zu bestätigen.
  • Mit der bestätigten Schadensmeldung kann dann der Antrag auf eine Ausgleichszahlung eingereicht werden.
  • Da es sich um eine De-Minimis-Beihilfe handelt, muss dem Antrag eine ausgefüllte De-Minimis-Erklärung beigelegt werden.

Termine

  • Die endgültige Schadensmeldung für das vorausgehende Kalenderjahr muss bis spätestens 31. März beim Otterberater vorliegen.
  • Der Antrag mit der vom Otterberater bestätigten Schadensmeldung muss bis spätestens 30. April bei der Bewilligungsbehörde eingegangen sein.

Mittelherkunft

  • Bayern

Bewilligungsbehörde (Antragstellung)

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Kompetenzzentrum Förderprogramme
Heinrich-Rockstroh-Str. 10
95615 Marktredwitz

Tel.: 09231 79083-00
E-Mail: KomZF@LfL.bayern.de

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